Haushaltswaren: Henkel eröffnet neues automatisiertes Logistikzentrum für Südeuropa

In das 24.000 Quadratmeter große Lager hat das Unternehmen 22 Millionen Euro investiert.

Das neue Lager mit einer Fläche von 24.000 Quadratmetern befindet sich in den Henkel-Werken in Montornés del Vallés (Barcelona). (Foto: Henkel)
Das neue Lager mit einer Fläche von 24.000 Quadratmetern befindet sich in den Henkel-Werken in Montornés del Vallés (Barcelona). (Foto: Henkel)
Melanie Endres

Henkel hat an seinem Produktionsstandort Montornès del Vallès, (Barcelona) ein hochmodernes, vollautomatisiertes Lager für den Unternehmensbereich Laundry & Home Care eröffnet. Wie das Unternehmen am 24. November vermeldet hat, ist das 24.000 Quadratmeter große Lager mit einem Investment von 22 Millionen Euro verbunden. Der Standort werde damit das wichtigste Logistikzentrum für Wasch- und Reinigungsmittel in Südeuropa.

Rund 500 Mitarbeiter

Der Standort Montornès del Vallès beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Pro Jahr stellt das Unternehmen nach eigenen Angaben dort mehr als 200.000 Tonnen Pulver- und Flüssigwaschmittel sowie Klebstoffe her, die in 60 Länder exportiert werden. Mit der Investition werde das bestehende Logistikzentrum erweitert, das 1994 als eines der ersten automatisierten Lager in Spanien eröffnet wurde. Seit der Einführung einer neuen Abfülllinie 2018 sei die Produktion an dem Standort und auch die Nachfrage nach Exporten in andere europäische Länder gestiegen. Die bestehenden Herstellungs- und Abfüllungskapazitäten wurden daher nun deutlich erweitert.

„Das neue automatisierte Warenlager ist eine wichtige strategische Investition zur Stärkung der Position von Henkel Laundry & Home Care in Südeuropa. Es ist ein Beispiel dafür, wie wir Industrie 4.0 praktisch umsetzen und unsere Digitalisierungsagenda weiter vorantreiben“, sagt Dr. Dirk Holbach, Leiter Global Supply Chain Laundry & Home Care bei Henkel.

Eine Million Paletten

In dem neuen Logistikzentrum werden pro Jahr rund eine Million Paletten auf einer Fläche von 24.000 Quadratmetern bewegt, so die Mitteilung. Das Gebäude gliedert sich demnach in unterschiedliche Bereiche: einen vollautomatisierten Bereich mit einer Kapazität von 21.000 Paletten und einen konventionellen Bereich, der bis zu 14.000 Paletten lagern kann. Um dem wachsenden Trend von individuellen Kundenlösungen gerecht zu werden, diene ein dritter Bereich der Kommissionierung von Produkten sowie größtenteils automatisiertes Co-Packing-Arbeiten. Dort werden laut Henkel pro Jahr rund sieben Millionen Produkteinheiten für den Transport verarbeitet.

Investition in Industrie 4.0

Das automatisierte Logistikzentrum ist der Mitteilung zufolge ein Beispiel für Industrie 4.0 , denn es setzt hohe Standards für Digitalisierung, Robotisierung und modernste Logistik-Lösungen. Dadurch könne Henkel seine Prozesse optimierten, die Ressourceneffizient der Lieferkette verbessern Markteinführungszeiten verkürzen.

Unterteilung in Blöcke

Der automatisierte Bereich ist laut Pressemeldung in fünf Blöcke unterteilt. Jeder Block verfüge über ein spezielles Regalbediengerät mit 38 Doppelzyklen pro Stunde und zwei Hightech-Förderbänder, die Shuttles aus der Produktion automatisch be- und entladen. Durch neueste Technologien und digitalisierte Lieferkettenprozesse erfolgt Henkel zufolge auch das Be- und Entladen der Paletten von Lastwagen voll automatisch. Mit Hilfe einer neuen Managementsoftware sollen Ineffizienzen behoben werden, wodurch der Energieverbrauch optimiert wird und gleichzeitig Lagerkapazitäten erhöht werden sollen. Die Sicherheit der Anlagen werde durch ein modernes Brandschutzsystem und höchste Arbeitsschutzstandards gewährleistet.

Nachhaltig und effizient

Das neue Logistikzentrum leistet durch ein optimiertes Lagernetzwerk und den Ausbau des intermodalen Transports – von Lastkraftwagen auf den Schienen-Verkehr – einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit, so Henkel.

„Henkel will bis 2040 klimapositiv werden. Um dies zu erreichen, fokussieren wir uns auch auf unsere eigenen Produktionsstandorte. Mit dem neuen Lager können wir unseren ökologischen Fußabdruck um 90 Prozent reduzieren“, sagt Carlos Ribas, Leiter Supply Operations für Westeuropa. „Wir sparen signifikant Transportwege ein und haben Solarpaneele auf dem Dach installiert, die das Gebäude mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgen.“

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