HANNOVER MESSE Digital Days: 5G-Projekt im Hafen von Livorno prämiert

Die Einführung von 5G im Hafen von Livorno soll die logistische Aktivitäten des Hafens optimieren und führt nach Eigenangaben zu einer CO2-Reduzierung von 8,2 Prozent.

Mit dem Hafen von Livorno wurde einer der größten italienischen Häfen zum Testfeld für die Erprobung neuer 5G-Lösungen. (Foto: Ericsson)
Mit dem Hafen von Livorno wurde einer der größten italienischen Häfen zum Testfeld für die Erprobung neuer 5G-Lösungen. (Foto: Ericsson)
Therese Meitinger

Der ITK-Anbieter Ericsson hat mit dem Projekt „5G Port of the Future“ rund um den Hafen von Livorno den „Industrial Energy Efficiency Award“ erhalten. Verliehen wurde der Preis am 14. und 15. Juli 2020 auf den HANNOVER MESSE Digital Days. Der Preis wurde dem Unternehmen zufolge für die Ergebnisse in Bezug auf Nachhaltigkeit, Effizienzsteigerung und geringere Umweltauswirkungen des Logistikbetriebs innerhalb des Hafens verliehen, die durch den Einsatz von Technologien wie 5G, Internet of Things, Virtual Reality, Augmented Reality und Künstliche Intelligenz erreicht wurden.

Das Projekt, das von Ericsson im Jahr 2016 zusammen mit dem Consorzio Nazionale Interuniversitario delle Telecomunicazioni (CNIT) und der Hafenbehörde des nördlichen Tyrrhenischen Meeres initiiert wurde, habe die Grundlage dafür geschaffen, dass einer der größten italienischen Häfen zu einem Testfeld für die Erprobung neuer 5G-Lösungen wurde, so der Anbieter.

Weniger unnötige Bewegungen im Güterverkehr

Die laufenden 5G-Versuche sind Ericsson zufolge auch Teil des europäischen Projekts „Corealis - Port of the Future“. Konkret hat 5G es nach Firmengaben ermöglicht, den Informationsaustausch in Echtzeit innerhalb des Hafenterminals zu verbessern, wodurch es weniger unnötige Bewegungen beim Güterumschlag gibt. Dadurch könnten die Prozesse erheblich optimiert und der Kraftstoffverbrauch und das damit verbundene CO2 reduziert werden, argumentiert Ericsson.

Dank eines gemeinsam mit den Projektpartnern und der Fondazione Eni Enrico Mattei (FEEM) entwickelten Modells schätzt der Anbieter, dass es auf diese Weise möglich ist, die Emissionen pro Hafenterminal jährlich um 8,2 Prozent zu reduzieren. Dies entspricht fast 148.000 Kilogramm CO2. In wirtschaftlicher Hinsicht ergeben sich Unternehmensschätzungen zufolge Einsparungen von 2,5 Millionen Euro pro Jahr durch die Optimierung der Liegezeiten der Schiffe und eine Produktivitätssteigerung von 25 Prozent durch den Einsatz ferngesteuerter 5G-Kräne.

Rossella Cardone, Leiterin für Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung Europa und Lateinamerika bei Ericsson, sagt:

„Das Pilotprojekt 5G Port of the Future hat gezeigt, dass 5G-Konnektivität dazu beitragen kann, traditionelle Geschäfts- und Hafenbetriebsmodelle weiterzuentwickeln und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und eine größere ökologische Nachhaltigkeit zu erreichen. 5G und digitale Technologien rationalisieren die Art und Weise, wie Häfen ihre Prozesse und Warenströme verwalten zugunsten umweltfreundlicherer Verkehrsträger.“

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