Handel: „Packstation“ im Laden

Wal-Mart lagert im Netz bestellte Waren künftig in den Geschäften.
Thilo Jörgl

Die amerikanische Handelskette Wal-Mart verknüpft künftig E-Commerce mit stationärem Handel. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge können Kunden schon bald zu Hause am Computer oder über ihr Smartphone Waren bestellen und diese dann in einem Geschäft abholen. Gelagert werden die Produkte in verschließbaren großen Schränken. Zunächst sind nur einige der rund 4.000 Shops in den USA an dem Projekt beteiligt.

Der Handelsriese will durch die Maßnahme seine Märkte quasi als kleine Distributionszentren nutzen und so Kosten bei der Warenzustellung sparen. Von dem Angebot können auch Kunden mit geringem Einkommen profitieren, die keine Kreditkarte besitzen oder kein Bankkonto haben. Beim Abholen der online bestellten Waren können sie diese bar an der Kasse bezahlen. Schon seit Oktober 2012 testet Wal-Mart zudem Belieferungen, die am gleichen Tag der Onlinebestellung zugestellt werden. Die sogenannte Same-Day-Delivery ist aber auf wenige große Städte beschränkt. In ländlichen Gebieten ist der Service nicht möglich.

Wal-Mart ist nicht das einzige Unternehmen, das E-Commerce mit stationärem Handel verbindet. Rivale Amazon startete bereits 2011 mit der Lagerung von online bestellten Waren in verschließbaren Schränken, die in Geschäften aufgestellt sind. In Deutschland ging auch Galeria-Kaufhof diesen Weg. Kunden können beispielsweise online mehrere Größen eines Kleidungsstücks bestellen und diese dann in einer Filiale ihrer Wahl abholen.

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