Handel: Logistiker im Ausstand

Edeka-Belegschaft in Nordbayern, Sachsen und Thüringen streikt unbefristet.
Redaktion (allg.)
Am Montag, dem 16. Mai 2011, ist ein Großteil der Mitarbeiter an den fünf Logistikstandorten der Edeka Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen, Rottendorf, in einen unbefristeten Streik getreten. Daran beteiligen sich Kommissionierer und Fahrer ebenso wie Verwaltungskräfte, berichtet die „Frankenpost“ auf ihrer Homepage unter Berufung auf die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Betroffen sind demzufolge die Edeka-Logistikcenter Marktredwitz, Gochsheim bei Schweinfurt und Sachsen bei Ansbach, ebenso wie die Auslieferungsbetriebe in Hof/Staucha und Borna bei Leipzig. Damit sei die Warenauslieferung zu den Edeka-Filialen in der Region vorerst gestoppt. Mit den Arbeitsniederlegungen will die Belegschaft eine Lohnerhöhung um 120 Euro rückwirkend zum 1. April 2011 sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 40 Euro pro Monat und eine Abschaffung der Altersstaffeln erwirken, heißt es weiter. Zudem befürchten viele Beschäftigte eine Schließung der Lagerstandorte Hof/Staucha, Borna und Marktredwitz-Lorenzreuth. Denn im kommenden Jahr soll ein neues Edeka-Logistikzentrum in Berberdorf an der Autobahn A4 zwischen Chemnitz und Dresden den Betrieb aufnehmen. Streikleiter Horst Margner von ver.di Oberfranken-Ost kündigte gegenüber der Frankenpost eine Fortsetzung des Ausstands an – „wenn es sein muss, die ganze Woche." (akw)
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