Hamburger Hafen: Senat beschließt Neubaupläne für Köhlbrandbrücke

(dpa/lno) 20 Meter höher und bis zu 5,3 Milliarden Euro teuer: Eine neue Brücke soll die in die Jahre gekommene Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen ersetzen. Der Senat gibt grünes Licht.

Hamburg: Ein Frachtschiff (vorne) und das Hapag-Lloyd-Containerschiff „Potomac Express“ fahren unter der Köhlbrandbrücke her und verlassen den Hamburger Hafen. (Foto: Marcus Brandt/dpa)
Hamburg: Ein Frachtschiff (vorne) und das Hapag-Lloyd-Containerschiff „Potomac Express“ fahren unter der Köhlbrandbrücke her und verlassen den Hamburger Hafen. (Foto: Marcus Brandt/dpa)
Matthias Pieringer

Der rot-grüne Hamburger Senat hat sich für einen Neubau zum Ersatz der in die Jahre gekommenen Köhlbrandbrücke ausgesprochen. Eine Drucksache mit einer entsprechenden Empfehlung sei am Dienstag beschlossen worden und werde nun der Bürgerschaft zugeleitet, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Dienstag im Anschluss an die Sitzung. Eine weitere Diskussion über die von Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) bereits am Ostermontag vorgestellten Pläne habe es nicht gegeben. 

Ursprünglich hätte die Entscheidung im Senat bereits in der vergangenen Woche fallen sollen. Unstimmigkeiten zwischen der federführenden Wirtschaftsbehörde Leonhards und der grün-geführten Umweltbehörde von Senator Jens Kerstan hatten zu Verzögerungen geführt. 

Freigabe für den Verkehr im Jahr 2042

Die neue Brücke soll mit einer Durchfahrtshöhe für Schiffe von mehr als 70 Metern rund 20 Meter höher werden als die alte, zwischen 4,4 und 5,3 Milliarden Euro kosten und 2042 für den Verkehr freigegeben werden. Die alte Brücke soll laut Drucksache 2046 abgerissen sein.

Die 1974 fertiggestellte und für den Hafen wichtige Köhlbrandbrücke wird täglich von rund 34.000 Fahrzeugen genutzt, darunter 12.700 Lastwagen. Aufgrund des Zustands der Brücke gibt es bereits ein Überholverbot und ein Abstandsgebot von 50 Metern für Lastwagen.