Hafenlogistik: Roadmap zu autonomen Lkws in Containerterminals

Im Projekt „INTERACt“ widmen sich das KIT und Industriepartner den Potenzialen der Technologie für das Hafenumfeld.  

Inwiefern autonome Lkw die Prozesse im Containerterminal beschleunigen können, untersucht das KIT zusammen mit Koorperationspartnern. (Foto: ake1150, Adobe Stock)
Inwiefern autonome Lkw die Prozesse im Containerterminal beschleunigen können, untersucht das KIT zusammen mit Koorperationspartnern. (Foto: ake1150, Adobe Stock)
Therese Meitinger

Eine Roadmap zum Ziel, autonome LKW in Hafenterminals einzusetzen, haben das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Industriepartner im Projekt „INTERACt“ erstellt. Das geht aus einer Pressemitteilung vom 29. Januar hervor. Nach Angaben des KIT wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Der Trend zu (teil-) autonom fahrenden LKW könnte die regulären Betriebsabläufe in Containerterminals noch weiter optimieren, argumentieren die Kooperationspartner. Dies sei vor allem er Fall, wenn sich die Akteure entlang der Transportkette abstimmten und die Technologie gemeinsam weiterentwickelten.

„Unsere Studie zeigt auf, wo noch Lücken sind, und skizziert notwendigen Entwicklungsschritte“, erklären Nathalie Brenner und Eric Sax vom Institut für Technik der Informationsverarbeitung des KIT, welches Eigenangaben zufolge bereits den Einsatz (teil-) autonomer Fahrzeuge in Bus- oder Straßenbahndepots evaluiert hat.

Mit Experteninterviews, Literaturrecherchen und Workshops habe man, so das KIT, im Rahmen des Projekts einerseits den Stand der Techniken zusammengetragen und andererseits über 100 technische, operative und rechtlichen Anforderungen identifiziert, die Hafenbetreiber, Spediteure und LKW-Hersteller nach Ansicht der Projektpartner in den kommenden Jahren abgestimmt erfüllen müssen. Dies betrifft laut KIT etwa die metallenen Containertürme im Terminal, die noch die Genauigkeit der GPS-Lokalisation behindern. „Aus Nischen wie dem Hafenterminal entwickelt sich das automatisierte Fahren hin zu immer allgemeineren Anwendungen“, ist sich Sax sicher.

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