Hafen Rotterdam: Niederlande starten Bau des nationalen Wasserstoffnetzes

Das Netzwerk soll schon bald 1.200 Kilometer lang sein und fünf niederländischen Industrieclustern Zugang zu grünem Wasserstoff verschaffen.

Von links: Rob Jetten, Minister für Klima- und Energiepolitik, König Willem-Alexander, Han Fennema, CEO Gasunie. (Bild: Hafen Rotterdam)
Von links: Rob Jetten, Minister für Klima- und Energiepolitik, König Willem-Alexander, Han Fennema, CEO Gasunie. (Bild: Hafen Rotterdam)
Therese Meitinger

Der Bau des nationalen niederländischen Wasserstoffnetzes, das im Hafen von Rotterdam beginnt, wurde am 27. Oktober offiziell und feierlich eröffnet. Die Anwesenheit von König Willem-Alexander, Minister für Klima und Energie Jetten, dem Rotterdamer Bürgermeister Ahmed Aboutaleb und dem Kommissar des Königs sollten die Bedeutung dieses Netzwerks für die Niederlande unterstreichen.

Delta Rhine Corridor nach Deutschland

Das Netzwerk, das allen Wasserstofflieferanten und -abnehmern offensteht, soll laut einer Pressemitteilung schon bald 1.200 Kilometer lang sein und fünf niederländischen Industrieclustern Zugang zu grünem Wasserstoff verschaffen. Über den Delta Rhine Corridor werde es auch eine Verbindung nach Deutschland geben, heißt es vonseiten des Rotterdamer Hafens.

Der erste, mehr als 30 Kilometer lange Abschnitt führt demnach vom Konversionspark auf der Maasvlakte nach Pernis. Im Konversionspark wird den Hafenbetreibern zufolge nun die erste von vier Wasserstofffabriken gebaut. Diese 200-Megawatt-Wasserstofffabrik, Holland Hydrogen 1, stellt den grünen Wasserstoff mit Strom aus Offshore-Windparks her und soll voraussichtlich ab 2025 in der Lage sein, den ersten grünen Wasserstoff nach Pernis zu transportieren.

Mit seinen groß angelegten Speichermöglichkeiten biete das Wasserstoffnetz zusätzliche Flexibilität bei der Versorgung mit grüner Energie, zeigt sich der Hafen Rotterdam überzeugt. Das Netzwerk hat sich zudem auf die Fahnen geschrieben, die Entwicklung der Niederlande als europäisches Wasserstoff-Energiezentrum und das Wachstum des internationalen Wasserstoffmarktes zu fördern. Darüber hinaus soll es auf die europäische Energieunabhängigkeit einzahlen.