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Häfen: Für grünes Energiemanagement

Bremer Jacobs University leitet EU-Forschungsvorhaben „Green Efforts“.
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Redaktion (allg.)

Seit Januar 2012 arbeiten Wissenschaftler im Projekt „Green Efforts“ (kurz für „Green and Effective Operations at Terminals and in Ports“) an einem neuen Planungsinstrument für das strategische Energiemanagement in See- und Binnenhäfen. Damit sollen Terminalbetreiber und Hafenverwaltungen künftig ihren CO2-Fußabdruck optimieren können. Bis Juni 2014 untersuchen die Forscher, wie in Container- und RoRo-Terminals Energie eingespart und zurückgewonnen werden kann, wie verstärkt regenerative Energien genutzt werden können und wie das Hafen- und Terminalpersonal aktiv am Klima- und Umweltschutz mitwirken kann.

Projektziele sind unter anderem die technische Weiterentwicklung von Umschlag- und Flurfördergeräten sowie die Erschließung neuer Energiequellen im Hafen, etwa mithilfe von Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen oder der Energie-Rückgewinnung, beispielsweise durch den Einsatz von Wirbelstrombremsen beim Abbremsen von Kranlasten. Daneben sollen alle Abläufe gezielt optimiert werden, um einen Leerlaufbetrieb von Anlagen und Equipment zu vermeiden. Außerdem wollen die Forscher Schulungskonzepte für die Anwender im energiesparenden Umgang mit Maschinen und Fahrzeugen entwickeln. Geplant sind zudem Bewirtschaftungskonzepte, die auf dem Einkauf „sauberer“ Energien basieren.

Alle Prozesse – vom Ladungsumschlag bis zur Versorgung von Kühlcontainern – werden mit der „Port and Terminal Knowledge Landscape“, einer virtuellen 3D-„Wissenslandkarte“, simuliert. Zwei wissenschaftliche und sechs Industriepartner, vorwiegend aus der maritimen Branche, bringen sich in das Vorhaben unter Federführung der Jacobs University Bremen gGmbH ein. Der gesamte Projektetat beträgt 3,2 Mio. Euro. Allein die Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission beteiligt sich mit 2,2 Mio. Euro.

(akw)
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