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Güterverkehr: Von Hefei nach Hamburg auf der Schiene

Deutsche Bahn kooperiert mit chinesischer Stadt Hefei.
Von Hamburg soll es bald auf der Schiene ins chinesische Hefei gehen. (Symbolbild: Deutsche Bahn)
Von Hamburg soll es bald auf der Schiene ins chinesische Hefei gehen. (Symbolbild: Deutsche Bahn)
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Nadine Bradl

DB Cargo und die Verwaltung der ostchinesischen Stadt Hefei haben Anfang September in Berlin ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Das gab die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung am 8. September bekannt. Beide Partner wollen demnach den Schienengütertransport von Hefei nach Hamburg erstmalig aufnehmen und weiter ausbauen. Voraussichtlich ab Oktober soll laut Bahn zunächst ein Zug pro Woche von Ost nach West verkehren.

Steigendes Transportvolumen

„Wir freuen uns, die Schienentransporte entlang der traditionellen Seidenstraße durch die Kooperation mit Hefei weiter auszubauen“, sagt Dr. Jürgen Wilder, Vorstandsvorsitzender DB Cargo. Das stetig steigende Transportvolumen auf der transeurasischen Landbrücke zeige, dass sich die Güterbahn als wettbewerbsfähige Alternative zu den anderen Verkehrsträgern etabliert habe. „Ich bin davon überzeugt, dass in Zukunft noch mehr Kunden die Schiene für ihre Transporte von und nach China nutzen werden.“

10.600 Kilometer in 15 Tagen

Die Route führt auf 10.600 Kilometern über Dostyk in Kasachstan, Moskau und Warschau nach Deutschland. Knapp 15 Tage benötigt nach Bahn-Angaben ein Güterzug für diese Distanz. Hefei sei durch die zentrale Lage in der Provinz Anhui in Ostchina Güterdrehkreuz für Kunden im östlichen und südlichen China, zum Beispiel in Shanghai oder Jiangsu.

Transportiert von Trans Eurasia Logistics

Transportiert werde eine Vielzahl verschiedener Güter, von Photovoltaik–Elementen über Computer bis hin zu Textilien. Die Transporte organisiert Trans Eurasia Logistics, ein Joint Venture der Deutschen Bahn und der Russischen Eisenbahnen. Hefei wolle mit der Kooperation einen Beitrag zur chinesischen Seidenstraßen-Initiative „One Belt – One Road“ leisten. China will über diese Initiative in Drittländern Infrastrukturmaßnahmen gestalten und so in über 65 Ländern aktiv werden.

Neue Seidenstraße auch EXCHAiNGE-Thema

Über dieses Thema diskutiert Moderator Thilo Jörgl, Chefredakteur des Fachmagazins LOGISTIK HEUTE, auch am 7. Oktober auf der 4. Internationalen Fachkonferenz „EXCHAiNGE – The Supply Chainers’ Conference“ in Frankfurt am Main. Er zeigt mit Wissenschaftlern, Logistikdienstleistern und Industrievertretern aus China, Hongkong und Deutschland auf, wie sich das Projekt der neuen Seidenstraße entwickelt und was die Ziele und Herausforderungen sind. Mit dabei sind unter anderem: Javier Contijoch von BYD Forklift Europe, Norbert Dierks von der BMW Group, Oliver Kaut von DHL Global Forwarding, Willy Lin vom Hong Kong Logistics Development Council, Lars Nennhaus vom Duisburger Hafen und Prof. Dr. Michael Schüller von der Hochschule Osnabrück. Mehr dazu finden Sie hier.

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