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Großbritannien: Schäden in Millionenhöhe

Britische Jugendliche setzen Sony-Lager in Brand.
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Redaktion (allg.)

Im Londoner Stadtbezirk Enfield ging in der Nacht zum 9. August 2011 unter anderem auch ein Warenlager mit CDs und DVDs des Elektronik-Giganten Sony Europe Limited in Flammen auf. Das berichtet der Spiegel“ in einem Artikel über die aktuellen Jugendkrawalle auf der britischen Insel. Augenzeugenberichten zufolge haben Plünderer das Lager angezündet, nachdem sie Lagergut entwendet hatten. Die 20.000 m² große Lagerhalle wurde auch von der PIAS Entertainment Group als Verteillager für Großbritannien und Irland genutzt. Dort lagerten Tonträger von mehr als 150 kleineren Independent-Plattenfirmen, deren Existenz nun gefährdet ist, befürchtet der Verband „Association of Independent Music" (AIM). Zwar seien die meisten der Firmen versichert, jedoch beanspruche die Produktion speziell von Schallplatten viel Zeit. Nach AIM-Angaben wurde der komplette Lagerbestand bei dem Brand zerstört. Allein die Plattenfirma Beggars Group hat 750.000 Tonträger verloren, schreibt der österreichische „Standard".

Wegen der Brände beklagt die Londoner Feuerwehr dem Spiegel-Artikel zufolge bereits einen Engpass an Einsatzfahrzeugen. Weil in den vergangenen Tagen so viele Feuer gelöscht werden mussten, könnte in Teilen der Metropole zudem der Wasserdruck nachlassen, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwert. Inzwischen breiten sich die Krawalle auch auf andere Städte des Landes aus, darunter Bristol, Liverpool und Birmingham. Britische Versicherer rechnen mit Schäden in Höhe von mehreren Dutzenden Mio. Pfund.

(akw)
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