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Global Connectedness Index: Niederlande sind am besten vernetzt

Neun von zehn der am stärksten globalisierten Länder liegen in Europa.
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Nadine Bradl

Der Bonner KEP-Dienstleister Deutsche Post DHL hat die dritte Auflage des Global Connectedness Index (GCI) veröffentlicht, eine Studie zum Grad der Globalisierung. Neben einem Überblick über den Stand der globalen Vernetzung bietet der GCI laut DHL detaillierte Einblicke in die Vernetzung von einzelnen Ländern und Regionen. Dabei seien die Niederlande weiterhin das am besten vernetzte Land der Welt und Europa sei erneut die weltweit am stärksten vernetzte Region. Bis auf Singapur liegen die zehn am stärksten globalisierten Länder alle in Europa, ergab die Studie. Deutschland landete wieder auf Platz neun.

Nordamerika komme als Region bei der Globalisierung auf Rang zwei und führe in den Kategorien Kapital und Informationen. Als das am besten vernetzte amerikanische Land erweisen sich nach GCI die Vereinigten Staaten, die innerhalb aller 140 erfassten Länder auf Platz 23 rangieren. Der im Durchschnitt stärkste Zuwachs in der globalen Vernetzung zwischen 2011 und 2013 wurde in Süd- und Zentralamerika sowie der Karibik verzeichnet. Ein deutlicher Rückgang der Vernetzung fand nur in den Regionen Mittlerer Osten und Nordafrika statt.

Entwicklung der Handelsströme stagniert

Der Bericht zeige, dass sich die weltweite Vernetzung von den Einbußen während der Finanzkrise größtenteils erholt hat, vermeldet DHL. Besonders die Intensität internationaler Interaktionen habe im Jahr 2013 wieder zugenommen. Allerdings stagniere dabei weiterhin eine entscheidende Dimension der Globalisierung, die Entwicklung der Handelsströme. Außerdem bleibt der allgemeine Vernetzungsgrad vergleichsweise begrenzt, sodass Zuwächse in Höhe von mehreren Billionen US Dollar erzielt werden könnten, wenn die weltweite Integration vertieft wird.

Zudem sei eine „erhebliche Verlagerung von Wirtschaftsaktivitäten in Schwellenländer und die damit verbundene Verschiebung des weltweiten wirtschaftlichen Schwerpunkts in Richtung Osten“ feststellbar. Auch die zehn Länder, deren globale Vernetzung in den Jahren 2011 bis 2013 am stärksten gestiegen ist, sind Schwellenländer. Darunter befinden sich Burundi, Mozambique und Jamaika mit dem größten Zuwachs. Industrieländer konnten hingegen nach den Studienergebnissen mit dieser Entwicklung nicht mithalten. Dies lege nahe, dass sie Wachstumschancen in Schwellenländern nicht ausreichend nutzen.

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