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Gesundheit: Luftwäscheanlagen bei Trans-o-flex

Trans-o-flex ThermoMed hat in allen Umschlaghallen mit aktiver Kühlung Feinfilter installiert, um die Verbreitung des Cornavirus über Klimaanlagen zu verhindern.

Der Trans-o-flex-Standort Hamm-Rhynern wurde mit einer Luftfilteranlage gegen Corona nachgerüstet. (Foto: Trans-o-flex)
Der Trans-o-flex-Standort Hamm-Rhynern wurde mit einer Luftfilteranlage gegen Corona nachgerüstet. (Foto: Trans-o-flex)
Melanie Endres
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Der auf aktiv temperierte Transporte bei zwei bis acht Grad Celsius spezialisierte Logistikdienstleister Trans-o-flex ThermoMed hat alle 42 Standorte in Deutschland und Österreich mit Luftwäscheanlagen ausgestattet, das gab das Unternehmen kürzlich in einer Pressemitteilung bekannt.

„Unsere Pandemiepläne sehen vor, dass wir neue Erkenntnisse regelmäßig auswerten und ihre Bedeutung für unsere Netzwerke prüfen“, erläutert Wolfgang P. Albeck, CEO der Logistikgruppe Trans-o-flex. „Deshalb haben wir entschieden, diese zusätzliche Ausstattung zu installieren.“

Gegen Corona

Mit den Luftreinigern wolle man die Mitarbeiter schützen und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 eindämmen, heißt es in einer Mitteilung. Die Installation der Anlagen sei eine Konsequenz aus der Analyse der Infektionswelle in der nordrhein-westfälischen Fleischindustrie. Dort hatte der Hygiene-Experte Martin Exner vom Universitätsklinikum Bonn im Auftrag des Kreises Gütersloh festgestellt, dass Klimaanlagen in gekühlten Räumen die Verbreitung des Virus begünstigten. In der Fleischindustrie werden Räume, in denen Mitarbeiter die Tiere zerlegen, auf etwa sechs bis zehn Grad gekühlt.

Zum einen verbreiten sich Viren laut Exner bei kühleren Temperaturen grundsätzlich schneller. Zum anderen würden die Klimaanlagen die Luft umwälzen, ohne sie aufzubereiten oder mit ausreichend Frischluft anzureichern, erklärte der Mikrobiologe. Die Folge: Wenn ein Mitarbeiter erkranke und das Virus in die Luft gelange, werde es durch die Klimaanlage anschließend breit in der Arbeitshalle verteilt. Mögliche Aerosole, also feinste Tröpfchen, über die Viren übertragen werden können, würden in Bewegung gehalten.

Schadstoffe aus der Luft filtern

Die nun installierten Filter, die regelmäßig ausgewechselt werden müssen, sollen auch Aerosole aus der Luft filtern. Laut Trans-o-flex verspricht der deutsche Hersteller des Luftreinigers, die Trotec GmbH aus Heinsberg, dass damit 99,995 Prozent aller luftgetragenen Schadstoffe gefiltert würden. Die Filter befreiten die Luft von Pollen und anderen Allergenen, Feinstaub, Zigarettenrauch, Gerüchen und Bakterien, Schimmelsporen oder Viren, heißt es.

Service aufrechterhalten

Bisher hat Trans-o-flex den Service in seinen Netzwerken Trans-o-flex Express und Trans-o-flex ThermoMed in der Corona-Krise nach eigener Aussage jederzeit voll aufrechterhalten können.

„Wir mussten keinen einzigen Standort schließen oder unsere Leistungen einschränken“, so Albeck. „Dafür haben wir von unseren Kunden ausgesprochen viel Lob bekommen und werden auch mit zusätzlichen Mengen belohnt, die bisher über andere Dienstleister transportiert wurden.“

Netzkapazität steigt

Das Unternehmen investiert weiter in seinen Netzausbau. Aktuell werde unter anderem für 3,5 Millionen Euro der ThermoMed-Zentralhub in Baunatal erweitert. Dort wird derzeit das bestehende Sortierzentrum mit einem Anbau erweitert. Die Fertigstellung sei für das Jahresende geplant.

Die beiden Hallenteile, die bisher mit einer massiven Steinwand getrennt sind, werden im Rahmen des Umbaus verbunden und die neue Halle, deren Fläche von 1.300 auf fast 2.000 Quadratmeter anwächst, erhält eine neue, vollautomatische Sortieranlage.

„Das wird die Mitarbeiter im Umschlag weiter entlasten und den Umschlag beschleunigen“, kündigt Albeck an. „Zusammen mit der vergrößerten Fläche und zusätzlichen Be- und Entladetoren wird das die Kapazität des ThermoMed-Netzes um mindestens 25 Prozent steigern.“

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