Geolokalisierung: Drei Wörter reichen als Adresse

Die Genauigkeit des Ortungssystems „what3words“ soll deutlich über Adressdaten hinausgehen.

Über drei Worte lassen sich 57 Billionen Quadrate weltweit genau zuordnen. (Foto: What3words)
Über drei Worte lassen sich 57 Billionen Quadrate weltweit genau zuordnen. (Foto: What3words)
Therese Meitinger

Das System zur Geolokalisierung „what3words“ greift auf eine ungewöhnliche Methode zurück, um jeden Standort weltweit präzise zu bestimmen. Das gleichnamige britische Unternehmen hat nach Eigenangaben zu diesem Zweck über die gesamte Erdoberfläche ein Netz aus 57 Billionen Quadraten von drei mal drei Metern gelegt, von denen jedem eine unverwechselbare und einmalige Dreiwortadresse zugeordnet ist – von der Freiheitsstatue bei ///dankt.anlegen.kinosaal bis zur Spitze der Reichstagskuppel bei ///praktikum.liefert.küssen.

Die Ortsbestimmung per Dreiwortadresse gehe in der Genauigkeit über die klassische Postanschrift hinaus, erlaube keine Verwechselung und führe Zusteller exakt bis an die Schwelle der richtigen Tür oder aber zu anderen Übergabeorten, so der Anbieter. Ein System, das nach Firmenangaben bereits mehrere international agierende Unternehmen aufgenommen und in ihre Prozesse integriert haben: Der Food-Spezialist Domino’s Pizza setzt ebenso auf what3words wie das weltweit tätige KEP-Unternehmen DPDgroup.

Die Präzision der Angaben verhindere unvorhergesehene Verzögerungen im Zeitablauf und erlaube damit eine deutlich realistischere Planung der Prozesse, argumentiert der Anbieter. Puffer im Liefertakt ließen sich minimieren, ohne dass Mitarbeiter der Lieferdienste unter Zugzwang gerieten.

Darüber hinaus soll die Präzisionsnavigation per what3words auch auf die Nachhaltigkeit einzahlen: Weniger Irrfahrten und fehlerhafte Zustellungen senkten im beträchtlichen Maße die weltweiten CO2-Emissionen, so der Anbieter.

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