Gefahrstofflagerung: Druckentlastung schützt vor Bränden in Akkuteilen

Ein Ladeschrank von Cemo soll das Risiko von übergreifenden Bränden bei Lithium-Ionen-Batterien minimieren.

Im Detail: Cemos neuer Ladeschrank mit druckentlastender Türe gegen Gasexplosionen. (Bild: Cemo)
Im Detail: Cemos neuer Ladeschrank mit druckentlastender Türe gegen Gasexplosionen. (Bild: Cemo)
Therese Meitinger

Der Weinstädter Spezialist für Gefahrstofflagerung Cemo hat für die Lagerung von Lithium-Ionen-Batterien einen Ladeschrank mit einer speziellen Türverriegelung zur kontrollierten Druckentlastung bei Gasdurchzündung entwickelt. Durch das patentierte LockEx-Federverschlusssystem könne der Druck schnell entweichen, Flammen und brennende Akkutrümmer würden zurückgehalten, so Cemo. Die Umgebung sei so gegen Feuer gesichert.

Der Siegeszug der Lithium-Ionen-Akkus erhöhe das Brandrisiko in verschiedenen Branchen erheblich, argumentiert der Anieter. Ob Smartphone oder Industrie-Tablets, Messgeräte, Gartenbaugeräten, Roller oder E-Bikes:Alle haben Akkus.

Ein umfassend belastbarer Brandschutzschrank sichere nicht nur die Umgebung, sondern verhindere Betriebsunterbrechungen und sei praktizierter Existenzschutz. Um Schäden an anderen Akkus zu minimieren, sind die Cemo-Schränke nach Firmenangaben aktuell relativ klein, denn ein brennender Akku würde in einem großen Schrank auch alle anderen Akkus mit abbrennen lassen, was auch ein unkalkulierbares Risiko birgt. Zukünftige größere Schränke sollen daher in flammsichere, kleinere Abteile aufgeteilt werden, um im Brandfall den Schaden klein zu halten, so der Anbieter.