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GDL-Streik: Schäden in Millionenhöhe erwartet

Güterzüge bleiben noch bis Freitag stehen.
Trotz Streik der Lokführergewerkschaft GDL soll jeder zweite Güterzug fahren. (Foto: Deutsche bahn AG)
Trotz Streik der Lokführergewerkschaft GDL soll jeder zweite Güterzug fahren. (Foto: Deutsche bahn AG)
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Sandra Lehmann

Der erneute Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) könnte Experten zufolge Millionenschäden für die deutsche Wirtschaft bedeuten. Der Ausstand im Güterverkehr, der am 21. April begann und bis zum 24. April um 09.00 Uhr andauern soll, könnte Industrie- und Produktionsunternehmen täglich bis zu 100 Millionen Euro kosten. Das bestätigte Alexander Schumann, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Berlin, am Dienstag der Osnabrücker Zeitung.

Störungen in Produktions- und Lieferketten

Schumann zufolge würden täglich circa eine Million Tonnen Güter über die Schiene transportiert, die nun auf Abstellgleisen, in Containerhäfen und in den Zwischenlagern der Unternehmen verbleiben müssten. Ein Bahnstreik von mehreren Tagen könnte deshalb insbesondere in Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie zu erheblichen Produktionsstörungen führen.

Besonders betroffen von der Arbeitsniederlegung im Schienengüterverkehr sind laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), Berlin, jene Branchen, die auf die reibungslose Anlieferung von Rohstoffen oder auf einen Weitertransport fertiger Güter angewiesen seien. Dazu gehörten vor allem die Chemiebranche, die Stahlindustrie sowie die Automobilwirtschaft. Diese seien laut Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, von störungsfreien Produktions- und Lieferketten abhängig. „Besonders hart trifft der Streik die Branchen, die mit ihrer Logistik weitgehend auf die Bahn angewiesen sind und ihre Transporte nicht auf andere Verkehrsträger verlagern können.“

Jeder zweite Güterzug fährt

Laut Angaben der Deutschen Bahn AG, Frankfurt a.M., solle mittels eines Notfallplans jeder zweite Gütertransport auf der Schiene verkehren. Besondere Priorität hätten dabei versorgungswichtige Güter und solche Roh- und Brennstoffe, die für die Produktion zwingend benötigt werden. Die DB Schenker Rail AG, Frankfurt a.M. kündigte an, Sonderzüge bis zur Beendigung des Streiks auszusetzen und den Verkehr der Regelzüge in enger Abstimmung mit ihren Kunden vorzunehmen.

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