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Fusion: Zusammenschluss von Hapag-Lloyd und CSAV ist genehmigt

Neben der Integration steht eine 370-Millionen-Euro Kapitalerhöhung an.
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Nadine Bradl

Jetzt ist es ganz offiziell: Die Hamburger Container-Reederei Hapag-Lloyd AG und die chilenische Compañía Sud Americana de Vapores (CSAV) haben sich zur viertgrößten Linienreederei der Welt zusammengeschlossen. Die Verträge für die Fusion beider Unternehmen waren bereits im April in Hamburg unterzeichnet worden (LOGISTIK HEUTE berichtete). Nun haben laut Hapag-Lloyd auch die Wettbewerbsbehörden weltweit den Zusammenschluss abgesegnet.

200 Schiffe - 7,5 Millionen Standardcontainer

Die Fusion der beiden Firmen soll erhebliche Synergien bringen. Rund 300 Millionen US-Dollar jährlich sollen nach eigenen Angaben alleine durch Netzwerkoptimierungen, Produktivitätsverbesserungen und Kostenreduzierungen eingespart werden. Das Unternehmen werde über rund 200 Schiffe verfügen und jährlich rund 7,5 Millionen Standardcontainer transportieren.

Ziel: Top 3 der Branche

Damit soll ein Umsatz von rund neun Milliarden Euro erzielt werden, vermeldet Hapag-Lloyd. Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd, stellt vor allem die Stärke im Asienverkehr und auf dem Atlantik heraus, die nun von CSAVs starker Position in Lateinamerika ergänzt werden soll. Damit solle nun der Weg frei gemacht werden, in die Top 3 der Branche aufzurücken. Bis zur Überführung des Geschäftes von CSAV in die Hapag-Lloyd-Systeme ab Ende des ersten Quartals 2015 wird sich nach Aussage von Jansen an der täglichen Arbeit beider Unternehmen vorerst nichts Grundlegendes verändern. Bis zum Ende des zweiten Quartals 2015 sollen die Hauptschritte der Integration dann abgeschlossen sein.

CSAV wird größter Gesellschafter

Neben der Einbringung des CSAV-Containergeschäftes in die Hapag-Lloyd AG sei bis zum 31. Dezember 2014 zusätzlich eine Bar-Kapitalerhöhung in Höhe von 370 Millionen Euro vorgesehen. Daran werden sich die chilenische Reederei mit 259 Millionen Euro und die Hamburger Kühne Maritime GmbH mit 111 Millionen Euro beteiligen, teilt Hapag-Lloyd mit. Dadurch werde CSAV mit 34 Prozent zum größten Gesellschafter der Aktiengesellschaft, gefolgt von der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (23,2 Prozent) und Kühne Maritime (20,8 Prozent). Diese Partner hätten zudem vereinbart, dass 51 Prozent der Anteile an Hapag-Lloyd gepoolt werden und wichtige Entscheidungen in Zukunft gemeinsam getroffen werden. An diesem Pool würden CSAV 50 Prozent sowie HGV und Kühne Maritime jeweils 25 Prozent halten.

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