Fulfillment: ABB und Covariant lancieren KI-Robotiklösung

ABB möchte Expansion im Logistikbereich mittels der KI-Technologie von Covariant vorantreiben.

Die KI-basierte Robotiklösung von ABB und Covariant ist nach Unternehmensangaben in der Lage, individuelle Objekte unterschiedlichster Art eigenständig zu identifizieren und zu greifen. (Foto: ABB)
Die KI-basierte Robotiklösung von ABB und Covariant ist nach Unternehmensangaben in der Lage, individuelle Objekte unterschiedlichster Art eigenständig zu identifizieren und zu greifen. (Foto: ABB)
Matthias Pieringer

ABB als Anbieter von Industrierobotern und Covariant, ein Start-Up für künstliche Intelligenz aus dem Silicon Valley, arbeiten gemeinsam an KI-Robotiklösungen. Die erste Lösung, eine autonome Greifanwendung zur Auftragsabwicklung in Logistikzentren, komme bereits in einem E-Commerce-Fulfillment-Center von Active Ants in den Niederlanden zum Einsatz, wie ABB am 25. Februar in Friedberg gegenüber der Presse mitteilte.

Wettbewerb unter Start-Ups ausgerufen

2019 hatte ABB einen Wettbewerb zwischen 20, auf KI spezialisierten Start-ups ausgeschrieben. Die Herausforderung: Lösungen für 26 reale Anwendungsfälle in den Bereichen Verpackung und Kommissionierung zu entwickeln. Ziel war es laut ABB zu prüfen, ob KI bereits ausgereift genug ist, um das Potenzial der Robotik und Automatisierung voll zu entfalten sowie einen Technologiepartner für die Entwicklung einer robusten KI-Lösung zu finden. Die Lösung sollte dazu in der Lage sein, individuelle Objekte unterschiedlichster Art eigenständig zu identifizieren und zu greifen.

Covariant, gegründet von KI-Forschern der University of California (Berkeley) und der Organisation Open AI, gewann den Wettbewerb. Die Software des KI-Start-Ups, „Covariant Brain“, ist nach ABB-Angaben eine universelle KI, mit der Roboter ihre Umgebung erkennen, einschätzen und darin entsprechend agieren können.

„Die Partnerschaft mit Covariant ist Teil unserer Strategie, neue Wachstumssegmente wie Warehouse-Logistik zu erschließen und vom Potenzial dieser Märkte zu profitieren“, sagte Sami Atiya, Mitglied des ABB Konzernvorstands und verantwortlich für den Geschäftsbereich Robotik und Fertigungsautomation.

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