Forum Automobillogistik: Grenzen zwischen Produktion und Logistik einreißen

Das Thema Vernetzung prägt den ersten Forumstag.  

Von links: Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL, Hildegard Müller, Präsidentin des VDA, den sächsischen Ministerpräsident Michael Kretschmer und die ersten drei Keynote-Sprecher des Tages, Albrecht Reimold von Porsche, Andreas Schick von Schaeffler und Michael Müller von Müller – Die lila Logistik.
Von links: Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL, Hildegard Müller, Präsidentin des VDA, den sächsischen Ministerpräsident Michael Kretschmer und die ersten drei Keynote-Sprecher des Tages, Albrecht Reimold von Porsche, Andreas Schick von Schaeffler und Michael Müller von Müller – Die lila Logistik.
Therese Meitinger

Am 5. Februar wurde das Forum Automobillogistik im Congress Center Leipzig eröffnet. Die zweitägige Veranstaltung ist nach Eigenangaben mit rund 500 Teilnehmern und über 60 Ausstellern das größte europäische Branchentreffen der Automobillogistik. Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) und der Verband der Automobilindustrie (VDA) veranstalten das Forum zum achten Mal gemeinsam.

„Auf Europas größtem Logistik-Branchentreffen – dem Forum Automobillogistik – geht es darum, wie Produktion und Logistik besser miteinander verknüpft werden können“, sagte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich der Eröffnung. „Denn Vernetzung und Digitalisierung sind die bestimmenden Erfolgsfaktoren für die Entwicklung der Automobilindustrie. Mit Experten wollen wir darüber sprechen, wie wir den Wandel der Automobilindustrie treiben und gestalten können, damit wir auch in Zukunft weltweit führend sind.“

 

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte in seinem Grußwort vor den Forumsteilnehmern: Der Automobilbau hat hierzulande eine lange und gute Tradition – Fahrzeuge aus dem Autoland Sachsen stehen seit 120 Jahren für Mobilität, Fortschritt und Wohlstand. Jedes achte in Deutschland gefertigte Auto kommt heute aus Sachsen. Die Automobilindustrie ist – die vielen Zulieferer eingeschlossen – mit 95.000 Beschäftigten und einem Milliardenumsatz unsere stärkste Industriebranche.“

Vertrautes Terrain verlassen

Zusammen mit VDA-Geschäftsführer Dr. Joachim Damasky führt Prof. Dr.-Ing.Thomas Wimmer, Vorsitzender der BVL-Geschäftsführung, durch beide Forumstage. Auch er betonte zur Eröffnung, wie wichtig es ist, Grenzen einzureißen. „Das gilt besonders für Logistik und Supply Chain-Management, die von jeher viele Schnittstellen zu den Bereichen Beschaffung, Qualität, Produktion und Einkauf haben“, sagte Wimmer und fügte hinzu: „Wir verlassen hier vertrautes Terrain und widmen uns den übergreifenden Themen, denen die Zukunft gehört“.

Zu den zentralen Themen des diesjährigen Forums zählen nach Veranstalterangaben die Interaktion der Teilbereiche Produktion und Logistik und die Potenziale, welche damit einhergehen – inklusive einem Blick auf verschiedene Zukunftsszenarien. Auch die konkreten Einsatzmöglichkeiten und Chancen digitaler Technologien stehen im Fokus, zum Beispiel in der „Digitalen Fabrik“, bei der Planung und Organisation von Supply Chains, im Ersatzteilmanagement oder zur Automatisierung und Transparenz in der Intralogistik.  

Drei Keynote-Speaker gestalteten den Auftakt des ersten Forumstages: Albrecht Reimold, Mitglied des Vorstands bei Porsche, stellte die Produktion des Herstellers vor, die er als „smart, green and lean“ bezeichnete. Andreas Schick, Vorstand für Produktion, Suppy Chain-Management und Einkauf bei Schaeffler, beschrieb den Teilnehmern, wie der Zulieferer Produktion und Logistik intelligent vernetzt. Digital, integriert und grenzenlos ist die Logistik beim Logistikdienstleistungsunternehmen „Müller – die lila Logistik AG“, wie Michael Müller, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, berichtete. 

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