Forschungsprojekt: BMW erprobt die vollständig vernetzte Logistik

Autohersteller forscht in Dingolfing an autonomen, vernetzten und intelligenten Logistiklösungen.

BMW setzt im Forschungsprojekt in Dingolfing auf die Vernetzung der Logistikprozesse. (Foto: BMW Group)
BMW setzt im Forschungsprojekt in Dingolfing auf die Vernetzung der Logistikprozesse. (Foto: BMW Group)
Matthias Pieringer

Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts erforscht die BMW Group gemeinsam mit drei Partnerunternehmen aus Bayern und unterstützt durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Werk Dingolfing die Möglichkeiten einer intelligenten Fabrik im Bereich Logistik. Das Forschungsprojekt „Autonomous and Connected Logistics“ startete, wie BMW am 19. Februar in Dingolfing mitteilte, offiziell im September 2019 und geht nun in die Praxisphase über. Dabei werden dem Autohersteller zufolge mehrere innovative Produktionstechnologien aus dem Bereich Industrie 4.0 in einem Gesamtkonzept zusammengeführt und unter realen Bedingungen im BMW Group Werk Dingolfing erprobt. Dahinter stehe die Vision einer vollvernetzten Produktion, in der autonome Transportsysteme, Logistikroboter und mobile Geräte reibungslos miteinander und dem Leitsystem kommunizieren können.

Dr. Thomas Irrenhauser, zuständig für Innovationen und Industrie 4.0 im Bereich Logistik und Leiter des Projekts, sagte: „Mit der Vernetzung unserer innovativen Logistiklösungen schaffen wir zusätzliche Transparenz über Material- und Maschinenbewegungen und erforschen, wie wir die Potentiale einer vollvernetzten Produktion für die BMW Group Logistik am besten nutzen können“.

Bedeutung von 5G

Eine entscheidende Rolle für die Vernetzung der unterschiedlichen Logistiklösungen spiele, so BMW, die Erprobung der 5G-Funktechnologie, die im weiteren Projektverlauf im Dingolfinger Werk als Versuchsnetz, einem sogenannten Testbed, aufgebaut werden soll. 5G soll die Echtzeit-Vernetzung von Maschinen und Anlagen ermöglichen.

Systeme vernetzen

In weiteren Teilprojekten wird der Einsatz von Logistikrobotern, mobilen Geräten und digitalen Displays im Logistikprozess erforscht und die Vernetzung der verschiedenen Systeme erprobt. Peter Kiermaier, Leiter Logistikplanung im BMW Group Werk Dingolfing, sagte: „Mithilfe der neuen Technologien wollen wir außerdem die Transparenz in konventionellen Prozessen erhöhen und die reibungslose Kopplung von manuellen und autonomen Technologien ermöglichen“.

Wer dem Forschungskonsortium angehört

Das Forschungskonsortium setzt sich neben der BMW Group aus drei weiteren bayerischen Unternehmen zusammen: Die m3connect GmbH aus Rosenheim arbeitet an der Bereitstellung eines privaten 5G Netzes im BMW Group Werk Dingolfing, die Stäubli WFT GmbH aus Sulzbach entwickelt und produziert Transportlösungen, die autonom durch die Logistikbereiche manövrieren können. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch das Institut für Engineering Design of Mechatronic Systems & MPLM e.V. – IEDMS e.V.

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