Forschung: So akzeptieren Mitarbeiter KI-Assistenzsysteme

Das FIR und Kooperationspartner erarbeiten Vorgehen zur akzeptanzbasierten Realisierung lernförderlicher KI-Anwendungen.

Wie können KI-Anwendungen zum Erfolg werden? (Bild: RS_Studios / AdobeStock)
Wie können KI-Anwendungen zum Erfolg werden? (Bild: RS_Studios / AdobeStock)
Therese Meitinger

Das Forschungsprojekt KI-LIAS hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein Vorgehen zur erfolgreichen Einführung KI-basierter Assistenzsysteme zu entwickeln. Beteiligt sind laut einer Mitteilung vom 12. August das FIR an der RWTH Aachen, das Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen (WZL), das Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen (IAW) sowie weitere Partner aus der Industrie. Kernpunkt sei dabei die Beteiligung der Beschäftigten am Auswahl- und Entscheidungsprozess sowie an der Entwicklung, Implementierung und Nutzung der KI-Anwendung, heißt es.

Partizipativer Ansatz für gemeinsames Verständnis

Mit der Zielsetzung, Akzeptanz und Vertrauen der Mitarbeitenden in lernförderliche KI-Anwendungen zu stärken, adressiert KI-LIAS sowohl kleine und mittlere Unternehmen als auch Großunternehmen der produzierenden Industrie und deren Beschäftige in der Produktionsplanung, -steuerung und -durchführung. Der partizipative Ansatz soll ein gemeinsames Verständnis zu den Effekten des arbeitsintegrierten Lernens schaffen, etwa zur Beurteilung von Belastungen oder zu Umfang und Inhalt getroffener Maßnahmen. Er vermittele Wertschätzung, stärkt den Teamzusammenhalt und fördert insgesamt die Bereitschaft, die neuen KI-Anwendungen anzunehmen und zielgerichtet zu nutzen, heißt es vonseiten des KIT.

Seit Projektstart im November 2020 führten die Projektpartner nach Eigenangaben in ihren Unternehmen mehr als 40 Workshops mit Teilnehmern aus insgesamt 24 verschiedenen Aufgabenbereichen durch und identifizierten über 20 Use-Cases für KI-Anwendungen. Die bisher erzielten Ergebnisse diskutierten die Partner nun Anfang August beim ersten Konsortialtreffen des Forschungsprojekts.