Forschung: ABB eröffnet Innovations-Campus für Automatisierung und KI

Im österreichischen Eggelsberg investierte ABB 100 Millionen Euro in ein Innovationshub für Maschinenbauer, Produktionsbetriebe, Start-ups, Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Das Foyer des Innovationshubs von ABB mutet futuristisch an. (Foto: ABB)
Das Foyer des Innovationshubs von ABB mutet futuristisch an. (Foto: ABB)
Therese Meitinger

Das Technologieunternehmen ABB hat einen neuen globalen Innovations- und Bildungscampus am Hauptsitz des Tochterunternehmens B&R in Eggelsberg (Österreich) eröffnet. B&R sei das weltweite Zentrum von ABB für Maschinen- und Fabrikautomation, heißt es in einer Pressemitteilung vom 11. Juli. Der neue Campus soll nach Unternehmensangaben bis zu 1.000 zusätzliche High-Tech-Arbeitsplätze schaffen und neben Forschungslabors für internationale Spitzenforschung auch globale Schulungseinrichtungen für jährlich bis zu 4.000 Menschen umfassen. B&R kooperiert dafür mit mehreren Hochschulen. Insgesamt hat ABB Eigenangaben zufolge 100 Millionen Euro in den Ausbau des B&R Headquarters investiert.

Potenziale für die Logistik der Zukunft heben

Auf dem neuen Campus sollen Innovationen rund um künstliche Intelligenz, Maschinen- und Fabrikautomation entwickelt werden, die eine wesentliche Rolle bei der Erschließung neuer Potenziale in der industriellen Produktion der Zukunft spielen – in Branchen wie Elektronik, E-Mobilität, Lebensmittel und Getränke, Recycling, Logistik oder auch in der Landwirtschaft. Mit den Neuentwicklungen sollen nach Maßgabe von ABB die Produktivität und Flexibilität erhöht werden. Dadurch können Unternehmen noch nachhaltiger werden und näher an ihren Endmärkten produzieren.

Björn Rosengren, CEO von ABB, sagt:

„Innovation ist seit mehr als 130 Jahren fest in der DNA von ABB verankert. Unsere Division B&R ist ein echter Innovations-Hotspot für den Wandel hin zu einer stärker automatisierten Fertigung. Die offizielle Eröffnung dieses Campus ist ein wichtiger Moment für ABB. Wir schaffen damit hochqualifizierte Arbeitsplätze und gestalten gemeinsam mit unseren Kunden die Maschinen und Fabriken der Zukunft.“

Mit dem neuen Campus erweitert sich die Gesamtfläche des B&R Headquarters laut der Mitteilung auf mehr als 100.000 Quadratmeter. Dies mache den Firmensitz mit derzeit rund 2.400 Mitarbeitenden zu einem der größten integrierten Zentren für Produktion, Forschung und Ausbildung in Mitteleuropa, heißt es.

Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer sprach von einer wichtigen Initiative und dankte ABB.

Der Innovations- und Bildungscampus von ABB versteht sich als Open Innovation Hub, in dem B&R eng mit internationalen Kunden, Unternehmen und Start-ups aus der gesamten Region sowie mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten will, um gemeinsam Automatisierungslösungen zu entwickeln und jene Arbeitskräfte auszubilden, welche die Fabriken der Zukunft benötigen.

B&R Geschäftsführer Jörg Theis betont:

„Bildung hat auf unserem Campus höchste Priorität. Unsere Automation Academy wird jährlich bis zu 4.000 Menschen Inspiration und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten, darunter Studierenden, Lehrlingen, Fachleuten und Mitarbeitenden von B&R und seinen Kunden aus aller Welt.“

Darüber hinaus plant B&R laut Theis in Zusammenarbeit mit mehreren Hochschulen den Aufbau einer dualen Hochschulausbildung am Campus.

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