Flurförderzeuge: Schmalgangstapler drückt aufs Tempo

Assistenzsysteme und mehr Ergonomie sollen die Leistung des Man-Down-Schmalgangstaplers NXV von Still steigern.

Der NXV erreicht eine Einlagerhöhe von 13,8 Meter. (Bild: Still)
Der NXV erreicht eine Einlagerhöhe von 13,8 Meter. (Bild: Still)
Therese Meitinger
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Mit dem „Still NXV“ hat der Staplerhersteller Still einen Schmalgangstapler (Man-Down) für hohe und enge Lagergassen entwickelt. Die Einlagerungshöhe des Geräts erreicht nach Herstellerangaben bis zu 13,8 Meter, ein System zur aktiven Laststabilisierung und eine Gabelzinkenkamera sollen die Ein- und Auslagerprozesse beschleunigen und Anfahrschäden am Regal vermeiden helfen. Sicherheit und Geschwindigkeit bei der Aufnahme von Ladungsträgern soll eine zusätzliche Positionierhilfe gewährleisten.

Seine erste Bewährungsprobe hat das neue Fahrzeug innerhalb einer Feldstudie bei der Bad Heilbrunner GmbH & Co. KG überstanden, wie Still angibt. Testfahrer des oberbayrischen Herstellers von Arzneimitteltees seien insbesondere von den ergonomischen Komponenten des Fahrzeugs überzeugt gewesen, heißt es bei Still. Der ergonomische Fahrersitz etwa verfügt über eine optionale Neigetechnik. Aber auch eine proportionale Sitz- und Fußplattenverstellung oder die Anpassungsmöglichkeit aller Bedienelemente steigern laut Hersteller die Ergonomie.

Kamera und Positionierhilfen

Bei der Aufnahme der Ladungsträger erleichtert Still zufolge der neue Kreuzlinienlaser die Positionierung der Gabelzinken in der Höhe und in der Mitte des Ladungsträgers: Eine an der Innenseite der Gabelzinken montierte Kamera überträgt ihr Bild bei der Lastaufnahme auf den Fahrermonitor. Ein optionaler Positionslaser am Hubgerüst unterstützt das Anfahren des richtigen Regalplatzes in der Horizontalen. Erreicht der Laserpointer eine entsprechende Markierung am Regal, ist die richtige Anfahrstelle erreicht.

Die Schwenkschubgabel des NXV eignet sich für die Aufnahme der meisten Paletten und ermöglicht auch die Übergabe der Ladungsträger an eine Fördertechnik. Paletten können damit rechts und links vom Gang aufgenommen werden, ohne den NXV wenden zu müssen. Eine Arbeitserleichterung soll der automatische Gabelzyklus sein. Dabei erfolgt das automatische Ausschieben, Absetzen und Zurückziehen der Schwenkschubgabel auf Tastendruck.

Weitere Leistungssteigerungen sollen durch das „OptiSpeed“-Fahrzeugkonzept bzw. durch das „iGo pilot navigation interface“ ausgeschöpft werden. Dabei kommuniziert der NXV mit dem Lagerverwaltungssystem. Erhält der Fahrer einen Fahrauftrag, so kennt das Fahrzeug den nächsten anzusteuernden Lagerplatz im Hochregal. Der Stapler findet somit selbstständig seinen Weg durch die Lagergänge.

Durch die Verwendung von Lithium-Ionen-Akkus sollen Batteriewechsel entfallen. Kurzes Zwischenladen an Steckdosen soll das Fahrzeug durch die Schicht bringen. Darüber hinaus sei die Fahrzeugverfügbarkeit auch durch die im Vergleich zu Blei-Säure-Batterien größere Batteriekapazität gesteigert worden.