Flurförderzeuge: Online-Seminar bei Toyota Material Handling

Wie kann man mit der richtigen Antriebstechnik Ressourcen und Kosten sparen?

Im Einsatz: Bei Hermes Fulfilment in Ohrdruf wurden alle neuen Stapler am Standort auf das Toyota Batteriesystem mit Lithium-Ionen-Technik umgestellt. (Foto: Toyota Material Handling)
Im Einsatz: Bei Hermes Fulfilment in Ohrdruf wurden alle neuen Stapler am Standort auf das Toyota Batteriesystem mit Lithium-Ionen-Technik umgestellt. (Foto: Toyota Material Handling)
Melanie Wack

Ressourcen sinnvoll und nachhaltig einsetzen: Das ist nicht mehr nur ein Vorsatz, sondern vielmehr eine strategische Entscheidung, die dazu beiträgt, Unternehmen zukunftssicher auszurichten und wettbewerbsfähig zu halten. Wie man in puncto Flurförderzeuge die richtige Antriebstechnik findet und dadurch Kosten sparen kann, das war das Thema des Online-Seminars „Mit der richtigen Energie Ressourcen sparen – Wann lohnt sich welche Antriebstechnologie für Ihre Staplerflotte?“, das Toyota Material Handling am 12. Februar durchgeführt hat.

Tipps vom Experten

Um Unternehmen bei dieser Entscheidung zu unterstützen, informierte Energieexperte Dipl.-Wirtsch.-Ing. Kai Hesse, Gruppenleiter Produktmanagement für Energiesysteme, Lagertechnik, VNA & Schlepper bei Toyota Material Handling, die Teilnehmer und stellte Fragen wie: Welcher Stapler erfüllt die einsatzspezifischen Anforderungen am besten – ein Elektro-Stapler mit klassischer Blei-Säure- beziehungsweise neueren Energiesystemen wie Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen mit Wasserstoff (H2) oder ein mit Diesel oder Treibgas angetriebener Verbrennungsmotor? Wie sehen die Energie- und CO2-Bilanzen der einzelnen Lösungen aus und welche Kosten kommen im Laufe der Nutzungsdauer auf den Betreiber zu?

Kosten im Vergleich

Mit konkreten Beispielen zeigte Hesse im Webinar die CO2- und Energiekosten der verschiedenen Optionen im Vergleich auf. Dabei beleuchtete er alle Einflussfaktoren auf die Kosten und stellte dabei die Stärken und Schwächen der einzelnen Energiesysteme gegenüber, beispielsweise hinsichtlich der Instandhaltungskosten oder dem Zeitaufwand für unproduktive Tätigkeiten. Die Gesamtkosten setzen sich demnach aus vielen verschiedenen Kostenblöcken zusammen. Dabei nehmen auch die Themen Umweltschutz, CO2-Ausstoß und Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle ein.

„Die Umweltschutzauflagen werden aufgrund der verschärften Klimaziele weiter steigen. Dazu kommt die Besteuerung des CO2-Ausstoßes für Unternehmen. Parallel dazu steigen die Energiekosten für Strom. Das führt dazu, dass immer mehr Unternehmen den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß ihrer Staplerflotte verringern möchten“, betonte Hesse.

Toyota Material Handling bietet daher für Kunden eine individuelle Kostenberechnung an. Dabei werden alle Einflussfaktoren - von der Anschaffung über die Instandhaltung, Energieverbräuche und Emissionen der Staplerflotte, der Infrastruktur und den Prozessen bis hin zu verfügbaren Fördermitteln - mit einbezogen.

Aus der Praxis

Ein konkretes Anwendungsbeispiel lieferte Hesse mit dem Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Ohrdruf. Das Unternehmen lagert und kommissioniert Waren für die Otto Group. Mit einem Wechsel auf den Zwei-Schicht-Betrieb wurden alle neuen Stapler am Standort auf das Toyota Batteriesystem mit Lithium-Ionen-Technik umgestellt. Durch die Umstellung und die gleichzeitige Einführung eines intelligenten Lademanagementsystems konnte Hermes Fulfilment dem Toyota-Experten zufolge seine Energiekosten sowie CO2-Emissionen bei den Schubmaststaplern um 16 Prozent reduzieren. Darüber hinaus konnten auch die Instandhaltungskosten um elf Prozent verringert werden.

„Unsere Betrachtungen zeigen, dass die neuen Antriebstechnologien vielfältige Chancen für Verbesserungen bieten. Lithium-Ionen-Technik und Wasserstoff haben viele Stärken: Sie verringern sowohl den Energieverbrauch als auch die CO2-Emissionen, und reduzieren damit Kosten. Der Toyota-Konzern ist im Bereich der Brennstoffzellenentwicklungen weltweit führend. Und der Anteil von verkauften Lithium-Ionen-Geräten an all unseren Elektroflurförderzeugen liegt aktuell bereits bei 27 Prozent mit steigender Tendenz. Dabei schätzen die Kunden insbesondere auch unser eigenentwickeltes Toyota Batteriesystem mit Kapazitätsgarantie“, erklärt Kai Hesse und betont: „Ein Umstieg auf neue Antriebssysteme ist jederzeit möglich.“

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