Flurförderzeuge: Jungheinrich setzt auf grünen Strom

Die sechs deutschen Werke des Flurförderzeugherstellers werden jetzt mit Ökostrom betrieben.

Jungheinrich hat außerdem damit begonnen, eigenen Solarstrom zu erzeugen und rüste dafür seine Standorte Schritt für Schritt mit Photovoltaikanlagen aus. (Foto: Jungheinrich)
Jungheinrich hat außerdem damit begonnen, eigenen Solarstrom zu erzeugen und rüste dafür seine Standorte Schritt für Schritt mit Photovoltaikanlagen aus. (Foto: Jungheinrich)
Melanie Wack

Ab sofort werden alle deutschen Jungheinrich-Standorte, darunter auch die sechs deutschen Werke von Jungheinrich, ausschließlich mit Ökostrom betrieben. Das hat das Unternehmen am 26. Februar vermeldet. Die Umstellung der ausländischen Niederlassungen und Werke auf grünen Strom folgt, so die Pressemeldung. Gleichzeitig habe Jungheinrich damit begonnen, eigenen Solarstrom zu erzeugen und rüste dafür seine Standorte Schritt für Schritt mit Fotovoltaikanlagen aus. Allein in Deutschland reduziert der Konzern laut Mitteilung durch den Wechsel auf regenerativen Strom seine jährlichen Treibhausgasemissionen um rund 15.500 Tonnen CO2 und geht damit einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität.

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

In der im November vergangenen Jahres vorgestellten Konzernstrategie hat Jungheinrich nach Eigenangaben das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt seines unternehmerischen Handelns gerückt und mit ambitionierten Zielen versehen. Klimaneutralität zu erreichen, sei eines dieser Ziele. Durch die jetzt vollzogene Umstellung des Stromeinkaufs für alle Standorte in Deutschland auf Ökostrom macht der Konzern demnach einen großen Schritt in diese Richtung.

„Der Klimawandel ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit und Jungheinrich hat sich zum Ziel gesetzt, beim Kampf gegen die Erderwärmung eine Führungsrolle zu übernehmen. Der Umstieg auf regenerative Energieträger bei der Stromversorgung ist dabei ein wichtiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit“, sagt der Jungheinrich-Vorstandsvorsitzende Dr. Lars Brzoska.

Ausland folgt

In einem nächsten Schritt ist die Umstellung der ausländischen Jungheinrich-Standorte auf Ökostrom geplant, so heißt es in der Meldung. Gleichzeitig hat der Konzern damit begonnen, seine Standorte mit Fotovoltaikanlagen auszurüsten, um künftig auch eigenen Ökostrom zu erzeugen. Seit Mitte Februar betreibt Jungheinrich laut eigener Aussage eine erste Anlage auf dem Dach seines Werkes im bayerischen Moosburg selbst. Die Konzernzentrale in Hamburg-Wandsbek werde noch im Laufe des Jahres 2021 mit Solarpaneelen ausgestattet. Projekte an vielen weiteren Standorten befinden sich Jungheinrich zufolge derzeit in der Planung und werden folgen.

15.500 Tonnen CO2 im Jahr

Im Geschäftsjahr 2019 haben die Jungheinrich-Werke und Niederlassungen in Deutschland laut Mitteilung zusammen rund 45.600.000 Kilowattstunden Strom bezogen. Durch den vollständigen Verzicht auf Strom aus fossilen Energieträgern wie Braun- und Steinkohle oder Erdgas senkt das Unternehmen seine Emissionen für den Stromverbrauch in Deutschland jetzt auf null; gegenüber dem konventionellen Strommix spart Jungheinrich der Pressemeldung zufolge damit jährlich rund 15.500 Tonnen CO2 ein. Eine Kompensationsfläche in der Größe von mehr als 1.800 Fußballfeldern Mischwald wären laut dem Unternehmen nötig, wollte man diese Menge einmal emittierten CO2 binnen eines Jahres wieder der Atmosphäre entziehen. Rund 69 Prozent der weltweit durch Stromverbrauch verursachten CO2-Emissionen von Jungheinrich kamen bisher aus Deutschland. Durch die bundesweite Umstellung auf regenerative Energiequellen reduziert der Konzern nach eigener Aussage so auch seinen weltweiten ökologischen Fußabdruck signifikant.

Auch die Produktökobilanz der von Jungheinrich gefertigten Fahrzeuge verbessert sich laut Presseangaben durch die Umstellung der Produktion auf Ökostrom. Rund elf Prozent der Energie, die ein Jungheinrich-Elektrostapler im Laufe seines Lebenszyklus verbraucht, fallen bei der Herstellung an.

„Für uns beginnt die Verantwortung für unsere Produkte nicht erst im Werk, sondern bereits viele Schritte zuvor. Im Zuge der Strategie 2025+ intensivieren wir unsere Aktivitäten, um Jungheinrichs Lieferketten nachhaltiger zu gestalten. Dazu gehört auch der Energieeinkauf. So schaffen wir nachhaltig Werte für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter, unsere Aktionäre und Geschäftspartner, aber auch für die Gesellschaft insgesamt“, erklärt Brzoska.

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