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Fashionlogistik: Zalando gibt Standort Brieselang ab

Fiege übernimmt und will Brieselang zum Multi-User-Standort umbauen.

Zalandos Logistikstandort Brieselang bei Berlin: Der gemeinsame “Zukunftsvertrag” sieht vor, dass Fiege zum 1. April 2019 Betreiber des Standorts werden soll. (Foto: Zalando)
Zalandos Logistikstandort Brieselang bei Berlin: Der gemeinsame “Zukunftsvertrag” sieht vor, dass Fiege zum 1. April 2019 Betreiber des Standorts werden soll. (Foto: Zalando)
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Matthias Pieringer

Der Logistikdienstleister Fiege soll zum 1. April 2019 den Betrieb des Zalando-Logistikstandorts Brieselang übernehmen. Wie die beiden Unternehmen am 8. Januar mitteilten, will Fiege in Brieselang bei Berlin künftig Logistikdienstleistungen für mehrere Auftraggeber abwickeln, darunter auch die Online-Plattform für Mode und Lifestyle Zalando.

Zalando hatte den Angaben zufolge im April 2018 eine Standortgarantie bis Mitte 2020 zugesichert. Ein Umbau zum Multi-User-Standort durch Fiege könne nun eine Perspektive darüber hinaus eröffnen, hieß es.  

„Fiege ist ein sehr erfahrener Logistikanbieter, mit dem wir bereits erfolgreich an anderen Standorten zusammenarbeiten. Daher freuen wir uns, dass wir unsere langjährige Partnerschaft nun am Standort Brieselang weiter vertiefen können”, so David Schröder, SVP Convenience bei Zalando.  „Wir glauben fest an das Potenzial des Standortes und eröffnen mit unserem Konzept eine Zukunft für Brieselang, die es vorher so nicht gegeben hätte“, sagte Christoph Mangelmans, Managing Director Fashion & Online Retail bei Fiege. „Wir wollen Brieselang mit Neugeschäften - und somit weiteren Kunden neben Zalando – als Multi-User-Center betreiben.“

Kleinster Zalando-Logistikstandort in Deutschland

Im Jahr 2011 hatte Zalando Brieselang als Bestandsimmobilie übernommen. Das Logistikzentrum ist mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern der kleinste Zalando-Standort in Deutschland, die selbst entwickelten Logistikstandorte in Lahr, Mönchengladbach und Erfurt sind Zalando zufolge mit 130.000 Quadratmeter mehr als viermal so groß.

Eine Herausforderung in Brieselang seien die „kapazitären Beschränkungen“, durch die nur ein vergleichsweise kleiner Teil des Sortiments eingelagert werden könne.  „Zalando bietet seinen Kunden eine fast grenzenlose Auswahl von 300.000 Mode- und Lifestyle-Artikeln. In Brieselang stoßen wir daher allein räumlich an Grenzen. Zusätzlich lassen sich hier moderne Automatisierungstechnologien, die in unseren anderen Logistikzentren Standard sind, nur in begrenztem Umfang einbauen. Über die Jahre ist es für uns daher zunehmend schwerer geworden, den Standort für unsere Zwecke wirtschaftlich effizient zu betreiben und ein Ende von Zalando in Brieselang war absehbar. Deshalb war es uns wichtig, eine Lösung zu finden, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Zukunftsperspektive bietet”, so David Schröder.

Die rund 1.000 Mitarbeiter sollen zu Fiege wechseln

In Brieselang arbeiten derzeit rund 1.000 Mitarbeiter. Der gemeinsame Zukunftsvertrag sieht nach Unternehmensangaben vor, dass sie ab dem 1. April bei Fiege beschäftigt sind. Um den Übergang zu einem Multi-User-Standort zu unterstützen, garantiere Zalando ein Auftragsvolumen bis mindestens Mitte des Jahres 2020. Auch darüber hinaus wolle Zalando die Entwicklung bis Mitte 2024 mit Aufträgen unterstützen, hieß es.

„Das Logistikzentrum in Brieselang ist verkehrsgünstig gelegen und mit der Nähe zum Ballungsraum Berlin ein interessanter Standort für E-Commerce-Logistik“, sagte Fiege-Experte Christoph Mangelmans. „Gerade durch das erfahrene Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehen wir ein gutes Potenzial den Standort erfolgreich zu betreiben.“ Im Raum Berlin ist Fiege bereits an drei Standorten in Rangsdorf, Großbeeren und Berlin tätig.  

Der Zukunftsvertrag für Brieselang soll zeitnah unterzeichnet werden. Brieselang würde dann der 186. Logistikstandort im internationalen Netzwerk von Fiege werden. 

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