Fashionlogistik: C-Log setzt auf Körber

Der Logistikdienstleister integriert zusammen mit dem Software-Anbieter weitere Omnichannel-Aktivitäten.

C-Log wickelt an verschiedenen Standorten die Logistik für den Modehändler Beaumanoir ab. (Foto: Körber)
C-Log wickelt an verschiedenen Standorten die Logistik für den Modehändler Beaumanoir ab. (Foto: Körber)
Melanie Endres

Körber, ein Anbieter von Supply-Chain-Software- und Automatisierungstechnologien, unterstützt weitere logistische Optimierungsmaßnahmen für C-Log, den Logistikdienstleister des französischen Modehändlers Beaumanoir, das hat Körber am 3. Dezember mitgeteilt. Während Covid-19 auf das Verhalten der Endkunden weiter einwirkt, stellt der Logistikdienstleister C-Log angesichts des veränderten Konsumverhaltens die Weichen für eine neue Omnichannel-Strategie, heißt es in der Pressemeldung.

Partnerschaft seit 2018

Um den Herausforderungen des Omnichannels und notwendiger Flexibilität entlang der Supply Chain gerecht zu werden, setzt C-Log laut Mitteilung eine langjährige, seit 2018 andauernde Partnerschaft mit Körber fort. Ziel sei die Schaffung einer einheitlichen und zentralisierten Softwarelandschaft für alle Logistikstandorte. Dieses von Körber verantwortete Implementierungsprojekt umfasse die Einführung eines Warehouse Management Systems (WMS) und Distributed Order Management Systems (DOM) für insgesamt fünf Logistikstandorte (Saint-Malo, Longueil Sainte-Marie, Pleudihen, Cambrai und Vatry) und eine Vielzahl von Marken, die die Gruppe vertreibt. Dazu gehören demnach Bonobo, Cache Cache, Bréal und neuerdings auch Namen wie Majestic Filatures. Vor diesem Hintergrund umfasst die Softwareinstallation den Angaben zufolge inzwischen über 700 Nutzer; weitere sollen folgen.

„Körber kombiniert fundiertes Know-how in Sachen Omnichannel-Logistik im Fashionumfeld mit fortschrittlichen Softwarelösungen, die auf die Bedürfnisse seiner Kunden zugeschnitten sind“, sagt Ottavio Rivelli, Managing Director bei Körber Supply Chain. „Die skalierbare technologische Plattform unsrer Lösungen bietet Unternehmen wie C-Log die nötige Flexibilität und Transparenz, die zur Unterstützung von Wachstumsstrategien wie diesen unerlässlich sind.“

Anpassung inklusive

Der zeitliche Rahmen wird laut Mitteilung an die neuen Aktivitäten des Unternehmens entsprechend angepasst. Dies geschah bereits im Juli 2020, als C-Log die logistischen Prozesse rund um die Marke La Halle übernahm, die im Juni an die Groupe Beaumanoir verkauft wurde. Körber unterstütze vor diesem Hintergrund nicht nur bei der Umsetzung der Omnichannel-Abläufe, sondern auch bei der Integration der 366 Filialen von La Halle. Möglich wird dies mithilfe moderner Warehouse Management und Distributed Order Management Lösungen.

Schnelle Inbetriebnahme

In diesem Zusammenhang wurde etwa der französische Standort Montierchaume übernommen, ein 41.000 Quadratmeter großer Logistikstandort für Mode und Textil. In nördlich gelegenen Cambrai wurde ein Lager für das Schuhsortiment in Betrieb genommen. „Das Warehouse Management System von Körber musste an diesen neuen Logistikstandorten schnellstmöglich in Betrieb gehen“, heißt es in der Mitteilung. So folgten die ersten Workshops zu Funktionsspezifikationen am 15. Juli. Die Inbetriebnahme fand laut Körber am 4. September statt – zahlreiche Herausforderungen inbegriffen. Dazu zählten beispielsweise die Übernahme eines Teils der Automatisierungskomponenten, die Entwicklung des WMS-Kernmodells, E-Commerce-Abläufe, Umbenennung von Standorten, Anbindung an ein Routensystem und Schulungen für rund 80 Anwender.

„Nur dank der harten Arbeit des Körber-Teams, der soliden Kenntnisse des C-LOG-Projektteams im Umgang mit den Lösungen von Körber und der hohen Motivationsbereitschaft auf operativer Seite konnten wir diese Herausforderung bewältigen. Dabei half wiederum eine schon bestehende Partnerschaft und das Vertrauen der letzten zwei Jahre, um zum Erfolg des Projekts beizutragen“, erläutert Gwendal Buzulier, Industrialization Director bei C-Log.

Trotz den Herausforderungen

Angesichts der Herausforderungen wurde die Einführung der Softwarelösungen in Rekordzeit umgesetzt, so die Körber-Angaben. Die WMS-Architektur machte es möglich, dass „umfassende Anpassungen der informationstechnischen Infrastruktur vermieden werden konnten“. Das auf die Anforderungen von C-Log zugeschnittene WMS-Kernmodell vereinfachte laut Mitteilung eine möglichst zügige Bereitstellung zusätzlich. Das partnerschaftliche Miteinander habe dazu verholfen, den Herausforderungen punktgenau zu begegnen.

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