Fachmesse GGS: Weltpremiere für Ex-geschützten Elektrostapler von Linde

Linde Material Handling präsentierte mit dem Linde E30 EX - 3G/D T135 °C den ersten Elektrostapler seiner Ex-geschützten Reihe. Die Besonderheit: Das Gesamtfahrzeug ist ATEX-zertifiziert.

Marcel Monti Fackert (Linde Protected Solutions) stellt den Linde E30 EX - 3G/D T135 °C auf der Fachmesse vor. (Foto: Therese Meitinger)
Marcel Monti Fackert (Linde Protected Solutions) stellt den Linde E30 EX - 3G/D T135 °C auf der Fachmesse vor. (Foto: Therese Meitinger)
Therese Meitinger

Auf der GGS – Fachmesse Gefahrgut // Gefahrstoff gab es am 8. November eine Weltpremiere: Linde Material Handling (MH) stellte auf der Leipziger Messe vor Fachpublikum das erste Elektro-Modell seiner Ex-Schutz-Linie „12xx“ vor – den Linde E30 EX - 3G/D T135 °C. Das Modell mit mittlerer Traglast eignet sich für den Einsatz in der ATEX-Zone 2/22, also in Bereichen, in denen bei normalem Betrieb nicht mit dem Entstehen eine explosionsfähige Atmosphäre aus Gas oder brennbarem Staub zu rechnen ist, dies jedoch selten und kurzzeitig möglich ist. Die Maximaltemperatur für den Einsatz liegt bei 135 °C.  Mögliche Einsatzgebiete sind unter anderem die Chemie- und Pharmaindustrie, aber auch Food & Beverage, das Militär oder die Abfallversorgung.

„Wir sind der einzige OEM mit einer Atex-Zertifizierung für das Gesamtfahrzeug“, sagte Marcel Monti Fackert, Managing Director von Linde Protected Solutions, im Umfeld der Premiere.

Als weitere Vorteile stellte er einen 24/7-Service und -Versorgung mit Ersatzteilen heraus sowie die Möglichkeit, den Zustand des Fahrzeugs remote über eine App zu überwachen.

Alle Komponenten für Ex-Schutz optimiert

Bei allen Modellen der Ex-Schutz-Reihe sichert Linde MH nach Firmenangaben elektronische Komponenten wie Motor, Steuerung, Sensorik, Schalter, Scheinwerfer, Displays und elektrische Verbindungen durch verschiedene Zündschutzarten ab. Auch mechanische Komponenten seien für den Ex-Schutz optimiert, um etwa bei Gabelzinken, Anbaugeräten, Bremsen und Hydraulik Funkenbildung zu vermeiden. Zudem soll die ableitfähige Ausführung von Kunststoffen, etwa bei Verkleidungen, Fußmatten und Reifen eine elektrostatische Aufladung verhindern. Eine Temperaturüberwachung soll sicherstellen, dass die entsprechenden Bauteile auch unter Volllast den zulässigen Höchstwert nicht überschreiten.  

Nach einer abgeschlossenen Pilotierungsphase ist der E-Stapler Linde E30 EX - 3G/D T135 °C.  nun bestellbar – und wird in circa einem halben Jahr ausgeliefert. Linde MH hat unterdessen weitergehende Pläne:

„Nach unserem Top-Seller wollen wir nach und nach auch weitere Modelle mit anderen Tonnagen und für anspruchsvollere Schutzklassen auf den Markt bringen“, erläuterte Fackert gegenüber LOGISTIK HEUTE.

Im Ganzen betrachtet seien Ex-Schutz-Stapler für Linde MH zwar ein „wichtiger Nischenmarkt“, doch die Nachfrage habe zuletzt deutlich zugelegt.  

Printer Friendly, PDF & Email