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Fachmesse: Die Zukunft der Produktion

AUTOMATICA verzeichnet einen Besucherzuwachs von 30 Prozent.
Zukünftig gemeinsam: Neben Digitalsierung und Industrie 4.0 lag der Fokus der AUTOMATICA auf der Mensch-Roboter-Kollaboration - so wie hier am Stand des Herstellers Bosch. (Foto: Lehmann)
Zukünftig gemeinsam: Neben Digitalsierung und Industrie 4.0 lag der Fokus der AUTOMATICA auf der Mensch-Roboter-Kollaboration - so wie hier am Stand des Herstellers Bosch. (Foto: Lehmann)
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Sandra Lehmann

Neue Produktionsmethoden, veränderte Arbeitsprozesse und Roboter, Roboter, Roboter: Auf der Fachmesse AUTOMATICA, die vom 21. bis zum 24. Juni in München stattfand, drehte sich in diesem Jahr alles um Digitalisierung, Industrie 4.0 und Servicerobotik. Themen, die offensichtlich nicht nur bei Experten gut ankamen, sondern auch Fachbesucher aus aller Welt lockten. Wie der Veranstalter, die Messe München GmbH, am Schlusstag bekannt gab, konnte die Leistungsschau ein Besucherplus von rund 30 Prozent verbuchen. Demnach interessierten sich insgesamt 45.000 Fachleute für die Angebote und Lösungen der 839 Aussteller aus 47 Ländern.

Mehr Besucher aus dem Ausland

Wie die Messegesellschaft außerdem mitteilte, war die Veranstaltung, die alle zwei Jahre stattfindet, noch nie so international wie 2016. Rund ein Drittel der Besucher seien aus dem Ausland in die bayerische Landeshauptstadt geströmt. Das entspreche einem Plus von 50 Prozent. Messegeschäftsführer Falk Senger sagte in Hinblick auf das Ergebnis: „Die AUTOMATICA erreicht eine neue Dimension. Sie hat die Zukunft der Produktion gezeigt – mit tiefen Einblicken in die Möglichkeiten der Digitalisierung, der Mensch-Roboter-Kollaboration und der professionellen Servicerobotik.“

Mensch im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt solle trotz des Trends zur Automatisierung in allen Lebensbereichen der Mensch stehen, wie die Experten, Aussteller und Messeleitung betonten. Die Leistungsschau sollte Besuchern jedoch Wege zu einem kollaborativen Miteinander zwischen Mensch und Maschine aufzeigen: „Die Arbeit in Fabriken wird immer anspruchsvoller. Die Beschäftigten müssen sich stärker qualifizieren. Daran müssen wir arbeiten. Eine Messe wie die AUTOMATICA kann in diesem Prozess die Augen öffnen und damit einen Beitrag leisten“, sagte Dr. Horst Neumann, ehemaliges Vorstandsmitglied der Volkswagen AG und Stifter des Instituts für die Geschichte und Zukunft der Arbeit.

Keine Automatisierung ohne IT

Gemeinsame Wege sollen laut Messeleitung zukünftig auch Automatisierung und IT gehen, weshalb auf der AUTOMATICA erstmals die Plattform „IT2Industry“ veranstaltet wurde. Hier konnten Softwareanbieter ihre Lösungen für eine digitalisierte Fabrik sowie Anwendungen zur digitalen Produktions- und Fertigungsplanung präsentieren.

Bühne für den Nachwuchs

Wie die Messe München GmbH berichtete, gab es auf der Leistungsschau erstmals auch einen gesonderten Bereich für Nachwuchsunternehmen. Die sogenannte „Start-up World“, die Marktplatz und Kommunikationsplattform in einem sein sollte, bot Gründern aus aller Welt die Gelegenheit, ihre Produkte und Lösungen einem internationalen Publikum und Vertretern großer Unternehmen zu präsentieren.

Ehrung für Frankreich und Iran

Eine besondere Ehrung erhielten die Lösungen zweier junger Unternehmen aus Frankreich und dem Iran. So erhielt das Start-up Terabee aus Saint-Genis-Pouilly für die Entwicklung des „TeraRange Tower“, eines Multi-Achsen Scanners zur Kollisionsvermeidung von Drohnen, den Preis für die beste Start-up Innovation im Bereich Industrieautomation. In der Kategorie Servicerobotik konnte das Nachwuchsunternehmen IKAP das Rennen für sich entscheiden. Die Iraner wurden für die Entwicklung eines selbstfahrenden Rollkoffers geehrt.

Die nächste AUTOMATICA findet vom 19. bis zum 22. Juni 2018 in München statt.

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