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EXCHAiNGE: Technologien im Blick haben

3D-Drucker & Co. könnten Geschäftsmodelle im SCM beeinflussen.
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Thilo Jörgl

Ob Big Data oder 3D-Druck: Neue Technologien können binnen kurzer Zeit etablierte Methoden und Geschäftsmodelle im Supply Chain Management (SCM) beeinflussen oder gar zerstören. So lautete der Tenor der Session „Technology and Innovation – next Practices“ auf der Konferenz EXCHAiNGE am 25. Juni 2014 im Kap Europa inFrankfurt am Main. Moderiert wurde sie von Prof. Dr. Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer IML in Dortmund. Florian Reichle, 3D-Druckspezialist bei Trinckle 3D betonte, dass im 3D-Druck-Bereich die Experten noch vor Herausforderungen wie Genauigkeit, hohen Kosten bei Großserien und Produktsicherheit stünden, aber die Entwicklung der Kommerzialisierung in den USA bereits weit fortgeschritten sei. In seinem Vortrag hob er hervor, dass weltweit Experten in Blogs intensiv diskutieren und sich der Know-how-Transfer dadurch schneller verbreite als mancher derzeit glaubt.

Eine Lanze für digitalisierte Supply Chains brach Daniel Grüßing, Leiter Strategic Analytics bei Blue Yonder. Er betonte, dass Unternehmen ihre Daten gezielt auswerten und mit den gewonnen Erkenntnissen am Markt anders als bisher agieren sollten. Als Beispiel nannte er das Thema dynamische Preisveränderungen im E-Commerce. Mit neuen Tools sei es möglich, täglich die Preise für Produkte und Services zu ändern. Grüßing berichtete, dass ein Versender nur durch diese eine Maßnahme den Umsatz um sechs Prozent steigern konnte.

Wie Software in der Fabrikplanung und -optimierung Unternehmen unterstützen kann, war Thema des Vortags von Dr. Nils Luft, Projektleiter Eve an der TU Dortmund. Er stellte eine Software vor, mit der Unternehmer selbst Fabrikszenarien in regelmäßigen Abständen durchspielen können. Das Tool sei „in gut zwei Tagen“ erlernbar. Füttern müsse man es mit Daten wie Maschinentypen, Stücklisten und Arbeitsplänen. Mit dem System könne sich eine Firma alle paar Jahre das Geld für „teure Berater“ sparen, so Luft. „Ein weiterer Vorteil besteht daran, dass Optimierungen ständig durchgeführt werden können“, ergänzte er.

Einig waren sich die Referenten, dass sich mit dem Einzug neuer Technologien in den Unternehmen auch die klassischen Führungsstrukturen ändern müssen. „Große Konzerne haben zu viele Hierarchien und denken oft in Silos“, so Grüßing. „Es muss mehr kommuniziert werden“, betonte Luft. Big-Data-Experte Grüßing zeigte sich davon überzeugt, dass künftig virtuelle und sich schnell ändernde Teams eine größere Rolle in der Wirtschaft und im SCM spielen werden.

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