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EXCHAiNGE: „Profit, people, planet“

UCLA-Professor Tang zeigte den Weg zu profitablen und moralisch vertretbaren Supply Chains.
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Matthias Pieringer

Mit der Frage, wie Unternehmen profitable und zugleich moralisch vertretbare Supply Chains aufbauen können, hat sich Professor Christopher Tang, University of California, Los Angeles (UCLA), in seiner Keynote auf der Fachkonferenz „EXCHAiNGE – The Supply Chainers‘ Convention“, die am 18. und 19. Juni in Frankfurt am Main stattfand, auseinandergesetzt.

Wie Tang zur Konferenz-Eröffnung vor mehr als 200 Teilnehmern erläuterte, gibt es fünf Hauptgründe, die zu Problemen in der Lieferkette führen: zum einen, dass die Bedeutung des Supply Chain Managements im Unternehmen unterschätzt wird. Des Weiteren, dass die wahren Fähigkeiten und die Ethik-Praxis der Lieferanten nicht überprüft werden. Außerdem bezeichnete Tang es als problematisch, wenn Unternehmen grundsätzlich den billigsten Zulieferer wählen. Als weitere Hauptgründe für Probleme nannte der UCLA-Wissenschaftler den Mangel an Supply Chain Visibility und dass die Firmen falsche Anreize für Lieferanten setzen würden.

Als förderlich für eine profitable und zugleich moralisch vertretbare Supply Chain bezeichnete Tang hingegen die Unterstützung durch das Top-Management im Unternehmen und die Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), um Compliance-Audits zu etablieren. Außerdem sollten Unternehmen dem Professor zufolge bei der Lieferantenwahl nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf Punkte wie Qualität und Compliance. Zudem gelte es, so Tang, die Komplexität in der Supply Chain zu verringern und die Supply Chain Visibility zu steigern. Darüber hinaus empfahl er, Anreizsysteme für Zulieferer zu entwickeln, die zu Verbesserungen bei Leistung und Compliance führen. So könnten Unternehmen die drei großen P-Ziele der Nachhaltigkeit erreichen: profit, people, planet.

Als positives Beispiel stellte der UCLA-Wissenschaftler die Kaffeehauskette Starbucks und ihr C.A.F.E.-Programm („Coffee and Farmer Equity“) heraus.

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