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EXCHAiNGE 2014: Der "Social Impact" auf die Supply Chain

Wie Social Media und Crowdsourcing die Lieferketten verändern können.
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Matthias Pieringer

Mit den Auswirkungen von Social Media auf das Lieferketten-Management hat sich die Vortragssequenz „Disruptive Change“ der Konferenz EXCHAiNGE – The Supply Chainers‘ Convention am 25. Juni im Kap Europa in Frankfurt am Main beschäftigt.

Alexander Ertner, Vertriebschef beim Berliner Schokoladenhersteller Chocri, erläuterte in seinem Vortrag das Produktionskonzept der „Mass Customization“. Sie verbindet Massenproduktion mit Individualisierung. Ertner zeigte auf, wie Chocri in puncto individualisierter Schokolade über internetbasierte Konfiguratoren die Komplexität und Variantenvielfalt begrenzt. Außerdem erklärte er, welche Kostensenkungspotenziale Unternehmen durch die Mass Customization heben könnten. Im Zusammenhang mit den Economies of Integration etwa stellte der Chocri-Experte dar, wie die Kundenkommunikation über Facebook funktioniert. Die Kunden nutzen das soziale Netzwerk, um Lob und Kritik zu teilen – nicht selten auch inklusive Fotos der zugestellten Ware.

Was sich hinter „Co-Creation“ in der Automotive-Supply-Chain verbirgt, erläuterte Prof. Dr. Sven Henkel. Der Wissenschaftler, der ab 1. Juli den Lehrstuhl für Marketing & Sales an der EBS Universität Wiesbaden/Frankfurt leitet, zeigte, wie der US-amerikanische Fahrzeughersteller Local Motors die Kreativität der „Crowd“ nutzt. Interessierte können zum Beispiel über Internet ihre Ideen beim Design der Fahrzeuge einbringen und die Kunden können an ihrem Fahrzeug selbst mitbauen. Die Zukunft sei nicht die hierarchisch aufgebaute Supply Chain, sagte Henkel, sondern die „Value Creation Platform“. In dieser arbeiteten Lieferanten, Unternehmensbeschäftigte, Lead-User, Kunden und Distributoren auf „Augenhöhe“ und auf Basis gemeinsamer Werte zusammen, stellte der Professor heraus.

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