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Europaletten: Fraunhofer IML und EPAL schürfen nach Datengold der Logistik

Partner präsentieren auf LogiMAT 2018 NarrowBand IoT-Anwendungsfall.
LogiMAT 2018: Fraunhofer IML und EPAL verkündeten eine Partnerschaft, mit dem Ziel, logistische Datenschätze hebbar zu machen. (Foto: Matthias Pieringer)
LogiMAT 2018: Fraunhofer IML und EPAL verkündeten eine Partnerschaft, mit dem Ziel, logistische Datenschätze hebbar zu machen. (Foto: Matthias Pieringer)
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Matthias Pieringer

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die European Pallet Association e.V. (EPAL) wollen mit einem neuen, gemeinsamen Enterprise Lab in Dortmund logistische Datenschätze heben. Ziel sei es, den weltweit größten offenen Palettenpool zu digitalisieren, teilten die Partner im Rahmen der Intralogistik-Fachmesse LogiMAT 2018 mit, die vom 13. bis 15. März in Stuttgart stattfindet.

„Die Logistik steht auf Paletten. Diese intelligent zu machen, heißt die Logistik intelligent zu machen. Intelligente Palettennetzwerke sind ein Meilenstein auf dem Weg zum Internet der Dinge, mit dem sich der wahre Datenschatz in der Logistik heben lässt“, sagte Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.

Ladungsträger wird zum Informationsträger

Zahlreiche Systeme in der Förder- und Lagertechnik, Transportmittel und Verpackungen sind nach Angaben der Partner auf EPAL-Europaletten ausgelegt. Die Nachfrage nach automatisch verfolgbaren und steuerbaren Ladungsträgern steige aktuell im Zuge von Industrie 4.0 rasant. Wichtigstes Werkzeug sei „eine neue, interaktive Palette, die nicht mehr nur als Ladungsträger, sondern als Informationsträger fungiert. Sie ist darüber hinaus in der Lage, über Smart Devices in einem dezentralen Netzwerk zu kommunizieren. In einem integrierten Gesamtsystem von 500 Millionen Paletten wird daraus ein Business Case, der eine entsprechende IT-Infrastruktur sowie die Entwicklung passender Apps für mobile Endgeräte beinhaltet“, meldete das Fraunhofer IML.

Anwendungsfall der kommunizierenden Paletten

Der auf der LogiMAT gezeigte Anwendungsfall der kommunizierenden Paletten basiert auf der Funktechnologie „NarrowBand IoT“. Entstanden ist die Lösung im Rahmen der gemeinsamen Forschungsaktivitäten des Fraunhofer IML mit der Deutschen Telekom in dem vor wenigen Monaten gegründeten „Telekom Open IoT Lab“. „Es hat sich gezeigt, dass NarrowBand IoT die perfekte Technologie für die Umsetzung des Internet der Dinge in der Logistik ist. Der Technologietransfer in unserem Fraunhofer Enterprise Lab Center war konsequent und zeigt ausgesprochen eindrucksvoll die Vorteile interdisziplinärer Forschung an einem Ort“, so ten Hompel.

Die „Fraunhofer Enterprise Labs” haben sich dem Fraunhofer IML zufolge seit 2013 etabliert: EPAL sei nach der Deutschen Telekom, Dachser SE, der Rhenus SE & Co. KG, Boehringer-Ingelheim, der BMW Group, der DB Schenker AG, der Audi AG, der Würth-Gruppe und der Sick AG das zehnte Unternehmen, das sich für “diese innovative Form der gemeinsamen Forschung von Industrie und Wissenschaft” entschieden habe.

Das Fraunhofer IML präsentiert die erste interaktive EPAL-Palette auf der LogiMAT 2018 in Halle 1, Stand K61.

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