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Ersatzteillogistik: Vierol baut neues Logistikzentrum in Rastede

Bei dem Neubau setzt das Unternehmen auf Fördertechnik von Förster & Krause.

Vierol investiert für den Neubau in Rastede nach Eigenangaben rund 20 Millionen Euro. (Visualisierung: Förster & Krause)
Vierol investiert für den Neubau in Rastede nach Eigenangaben rund 20 Millionen Euro. (Visualisierung: Förster & Krause)
Melanie Endres

Im Gewerbegebiet am Autobahnkreuz Oldenburg-Nord in Rastede errichtet die Vierol AG ein neues Logistikzentrum, das hat das Unternehmen kürzlich verkündet. Von dort sollen künftig mehr als 50.000 Verschleiß- und Ersatzteile für Kraftfahrzeuge in mehr als 125 Länder exportiert werden. Für die Realisierung der fünfgeschossigen Fachbodenregalanlage setzt das Unternehmen nach Eigenangaben auf Regaltechnik von Meta und für die Automatisierung auf Fördertechnik von Förster & Krause.

Rund 20 Millionen Euro

Am Standort Rastede investiert das Unternehmen laut Pressemitteilung circa 20 Millionen Euro in ein hochmodernes und CO2-neutrales Logistikzentrum, das Mitte 2021 in Betrieb gehen soll. Das nachhaltige Energiekonzept für das neue Gebäude beinhalte die vollständige Stromversorgung aus regenerativen Energien und Regenwasserrückgewinnung. Ein Hochregallager, ein Stollenlager und ein Fachbodenlager kommen dabei von Meta-Regalbau, die voll automatisierte Fördertechnik, mit der das Fachbodenlager und die Kommissionierung verbunden sowie Paletten zwischen den Stockwerken befördert werden, liefert Förster & Krause. Die beiden Spezialisten für Regaltechnik und automatisierte Fördertechnik ergänzten sich bei den vielfältigen Anforderungen für dieses umfangreiche Projekt mit Ideenreichtum und viel Erfahrung, so Vierol. Letztendlich überzeugte das Gesamtkonzept die Verantwortlichen von Vierol, heißt es vonseiten des Unternehmens.

580 Meter Förderstrecke

Die Länge der Förderstrecke soll insgesamt circa 580 Meter betragen. Verbaut werden unter anderem vier Senkrechtförderer mit einem Hub von rund 12,8 Metern beziehungsweise sieben Metern und ein Sequenzer (AKL) für rund 480 Behälter. Vom Wareneingang transportiert die automatisierte Fördertechnik die Lagerartikel in Behältern in den vom ERP-System vorgegebenen Lagerbereich. Die dort anfallenden Leerbehälter werden laut Vierol für die Kommissionierung von Kundenaufträgen genutzt, sodass sich an dieser Stelle ein geschlossener Kreislauf ergibt. Kommissionierte Behälter werden aus dem Lager über die Fördertechnik direkt zu den Packplätzen befördert. Aufträge, die aus mehreren Behältern bestehen, werden in einem Sequenzer (AKL mit rund 430 Lagerplätzen) zwischengepuffert, bis alle zu einem Auftrag gehörenden Behälter vorhanden sind. Danach rufen Mitarbeiter die einzelnen Aufträge aus dem Sequenzer ab und nehmen die zugehörigen Behälter von der Staubahn zum Verpacken ab, anschließend geht die gesamte Kommission in den Versand. In der Kommissionierung anfallende Leerbehälter werden über die Fördertechnik automatisch zu den einzelnen Bereichen im Wareneingang oder auf die Lagerebenen gefördert. Die Verteilung erfolgt automatisch und richtet sich nach dem aktuellen Bedarf, so die Vierol-Angaben.

Für Mitte 2021

Die Fertigstellung des neuen Logistikzentrums ist für Mitte 2021 geplant. Das bestehende Logistikzentrum am gleichen Standort werde zu einem Dienstleistungszentrum für Produktentwicklung und Fertigung von Konfektionsprodukten für Automobile ausgebaut.

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