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Ersatzteillogistik: Riss in der Lieferkette

BMW leidet weiter unter weltweitem Lieferengpass bei Ersatzteilen.
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Redaktion (allg.)

Die Münchener BMW AG hat nach wie vor Schwierigkeiten, einige Ersatzteile aus dem Zentrallager Dingolfing zeitnah zu liefern. Die Verzögerungen hatten vor mehr als zwei Monaten mit dem Wechsel zu einem neuen Logistiksystem begonnen (LOGISTIK HEUTE berichtete). Derzeit seien rund zehn Prozent der Teile nicht umgehend verfügbar, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“.

Betroffen sind demnach zum einen rund 300 Werkstätten in Deutschland, die das Lager direkt beliefert. Zum anderen hat der Engpass weltweit zu einer Kettenreaktion geführt, weil Bestelleingänge für die 40 Verteilzentren von BMW in Dingolfing zusammenlaufen. In den USA beziehen sich die Ersatzteilverzögerungen in erster Linie auf Sonderteile, sagte der US-Sprecher des Autobauers der „Welt“. Auch in China haben dem Bericht zufolge einige Autohäuser mit demselben Problem zu kämpfen, darunter China Zhengtong Auto Services Holdings Ltd.

Angesichts der Verzögerungen hat BMW Mitarbeiter für Sonderschichten eingeteilt. Ziel des Autobauers sei es, dass das neue System bis Anfang September richtig funktioniert. Das Logistikprojekt namens ATLAS („Advanced parTs Logistics in After Sales“) wurde 2009 in Dingolfing gestartet. Es sollte innerhalb von drei Jahren hochlaufen, hieß es damals in einer gemeinsamen Pressemitteilung der International Business Machines Corp. (IBM) und der SAP AG. Hauptauftragnehmer IBM ist nicht mehr länger beim Aufbau des Projekts involviert, bestätigte eine IBM-Sprecherin gegenüber der „Welt“. SAP stellt die Software für das neue System zur Verfügung, bestätigte ein Sprecher des Walldorfer Unternehmens.

(akw)
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