Ersatzteillogistik: Grimme optimiert Teileversorgung mit Inform-Software

IT-Anwendung soll für einen Servicegrad von 96 Prozent sorgen.

Der Landmaschinenhersteller Grimme hat seine Ersatzteillogistik mit Inform-Software optimiert. (Foto: Grimme)
Der Landmaschinenhersteller Grimme hat seine Ersatzteillogistik mit Inform-Software optimiert. (Foto: Grimme)
Sandra Lehmann

Der Landmaschinenherstellen Grimme Landmaschinenfabrik, Damme, hat seine Ersatzteilversorgung mit Software des Anbieters Inform optimiert. Das gab der IT-Spezialist kürzlich im Rahmen einer Pressemeldung bekannt. Demnach soll zukünftig die spezialisierte Software „ADD*ONE“ von für einen Servicegrad von konstant 96 Prozent sorgen.

„Im Schadensfall ist eine schnelle Reaktion erforderlich. Demnach müssen die richtigen Ersatzteile zur richtigen Zeit am Lager sein“, weiß Sebastian Zumwalde, der für die Einführung der neuen Software für die Bestandsoptimierung zuständig ist.

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit analysierte Zumwalde 2018 die Dispositions- und Planungsprozesse im Grimme Original-Teile Vertrieb sowie das etwa 80.000 Artikel umfassende Ersatzteilsortiment.

„Die Ergebnisse der Analyse wiesen einige Schwachstellen in den bestehenden Planungsmethoden auf“, berichtet er, „die einzelnen Methoden waren mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden und die Planungsintervalle sehr statisch“.

Zukünftig überprüfen Prognosealgorithmen daher jeden Artikel täglich auf seine vergangenen und geplanten Zu- und Abgangswerte, heißt es vonseiten Inform. Sie treffen damit eine aktuelle Vorhersage über den zukünftigen Bedarf. Die sich daraus ergebenden Handlungs- und Bestellvorschläge sollen es Grimme ermöglichen, den Lagerbestand nachhaltig zu senken und die Lieferfähigkeit zu maximieren.

Unter dem Motto „Weg vom Reagieren und hin zum Agieren“ wurde im Grimme Original-Teile Vertrieb 2019 ein Projekt zur Bestandsoptimierung ins Leben gerufen. Die vielen Möglichkeiten der Automatisierung waren für Zumwalde dabei ein ausschlaggebendes Kriterium:

„Unser Artikelspektrum reicht von kleinen Schrauben und Muttern bis hin zu großen Baugruppen, die teilweise nur sehr sporadisch nachgefragt werden. Damit wir uns im Rahmen der Disposition und Planung auf diese wichtigen Artikel konzentrieren können, wollen wir nach ausreichender Prüfung alle gut prognostizierbaren Artikel vollautomatisch über die Software disponieren lassen“, erklärt Zumwalde.

Denn, in der Vergangenheit sah sich das dreiköpfige Planungsteam oft in der Rolle einer Feuerwehr, die bei bereits eingetretenen Stock-Outs versuchte, den Schaden möglichst gering zu halten.

„Die Corona-Krise hat unser Optimierungsprojekt nicht beeinflusst. Über virtuelle Meetings konnten wir uns intensiv mit den Projektleitern austauschen und liegen derzeit sehr gut im Zeitplan“, beschreibt Zumwalde den aktuellen Stand. „Wir sehen sehr großes Potential in der Bestandsoptimierung mit ADD*ONE und wollen unsere Lagerbestände mit der Software nachhaltig optimieren“, so Zumwalde.

Der Go-Live der Anwendung ist für den Herbst 2020 geplant.

Printer Friendly, PDF & Email