Ersatzteillogistik: Fritz Wittich GmbH erweitert Zentrallager für Fahrzeugteile

Die neue Halle in Bielefeld soll 2022 in Betrieb gehen.

So soll der Neubau einmal aussehen. (Visualisierung: Wittich)
So soll der Neubau einmal aussehen. (Visualisierung: Wittich)
Melanie Wack

Die größte Herausforderung für den Großhandel mit Kraftfahrzeugteilen stellt die beständig wachsende Modellpalette der Autohersteller dar: Immer mehr Modelle bedeuten zugleich immer mehr unterschiedliche Ersatzteile, die in den Werkstätten gebraucht werden. Daher reagiert der Bielefelder Großhändler Fritz Wittich GmbH einer Pressemitteilung zufolge jetzt mit einer Verdoppelung seiner Lagerkapazitäten am Standort Bielefeld. Die neue Halle soll demnach zum 100-jährigen Jubiläum des Familienunternehmens im Jahr 2022 in Betrieb sein.

Drei Jahre Vorbereitung

Seit rund drei Jahren laufen die Vorbereitungen für die größte Einzelinvestition in der Familiengeschichte, so die Unternehmensangaben. Der Bau beginnt laut Wittich nun mit dem Abbruch zweier Altgebäude an der Ecke Hallenstraße/Eckendorfer Straße. In neun Monaten Bauzeit soll die neue Logistikzentrale errichtet werden: Auf drei Stockwerken entstehen rund 3.800 Quadratmeter weitere Lager- und Kommissionierfläche.

Investition in Millionenhöhe

Die Familie Wittich investiert laut Eigenangaben rund 3,5 Millionen Euro in den Neubau. Hinzu kommen die Inneneinrichtung sowie eine parallellaufende Neuentwicklung der Logistik-Software. Mit der Erweiterung werde sich die Zahl der jederzeit verfügbaren Teile deutlich erhöhen. Wittich wird laut Mitteilung auch weitere Hersteller in sein Sortiment aufnehmen. Auf Sicht werde die Zahl der jederzeit verfügbaren Ersatzteile auf bis zu 180.000 steigen, so die Mitteilung. Optimiert werde zum anderen auch der komplette Prozess der Auslieferung. Denn nicht jedes Produkt werde in den Werkstätten sofort gebraucht: Das biete Möglichkeiten, die tägliche Tourenplanung für die rund 100 Lieferfahrzeuge deutlich effizienter und damit ökologischer zu gestalten.

 „Ziel ist es, den Warenfluss vom Hersteller bis zur Werkstatt oder zum Einzelhandel auf ein ganz neues Level zu heben“ so Geschäftsführer Matthias Wittich. „Wir arbeiten an differenzierten Preisen für Expresslieferungen und für Lagerbestellungen, die erst binnen drei Tagen beim Kunden sein müssen. Im Wettbewerb zählen auch künftig die hohe Qualität von Produkt und Service. Unseren Vorsprung gegenüber Wettbewerbern aus Osteuropa können wir aber nur mit intelligenteren Prozessen erhalten.“

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