Ersatzteillogistik: Fricke Gruppe investiert 160 Millionen Euro in neues Logistikzentrum

Im Fokus des Intralogistik-Konzepts für das neue Logistikzentrum in Tholey im Saarland steht laut dem Ersatzteilhändler ein hoher Automatisierungsgrad über alle Lagerbereiche und Prozesse hinweg.

Visualisierung des neuen Logistikzentrums der Fricke Gruppe in Tholey: Geplant ist die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts und damit auch die erste operative Nutzung der Intralogistik-Anlagen im Januar 2026. (Foto: Fricke Gruppe)
Visualisierung des neuen Logistikzentrums der Fricke Gruppe in Tholey: Geplant ist die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts und damit auch die erste operative Nutzung der Intralogistik-Anlagen im Januar 2026. (Foto: Fricke Gruppe)
Matthias Pieringer

Mit dem Bau eines Logistikzentrums in Tholey im Saarland möchte sich die Fricke Gruppe für die Zukunft aufstellen. Man wolle mithilfe verkürzter Versandwege künftig von einem verbesserten Zugang besonders zum französischen und süddeutschen Markt sowie zu Südeuropa profitieren, ließ das Handelsunternehmen für Ersatzteile am 12. Februar verlauten.

Für die Konzeption und die Realisierung der Intralogistik holt sich die Fricke Gruppe mit Psb aus Pirmasens „einen erfahrenen Partner an die Seite“. Im Dezember trafen sich die beiden neuen Geschäftspartner zur Vertragsunterzeichnung am Hauptsitz der Fricke Gruppe in Heeslingen in Niedersachsen. Damit fiel der offizielle Startschuss für die Kooperation zwischen den familiengeführten, mittelständischen Unternehmen.

„Mit Psb Intralogistics haben wir den passenden Partner gefunden, mit dem wir dieses große und anspruchsvolle Projekt umsetzen können“, freut sich Hans-Peter Fricke, Inhaber und Geschäftsführer der Fricke Gruppe. „Neben dem überzeugenden Konzept war auch die hohe Fertigungstiefe bei Psb für uns ein entscheidender Punkt. Der Großteil der Elemente unserer künftigen Anlage wird bei Psb in Pirmasens konstruiert, realisiert und programmiert. Das bietet uns die nötige Planungssicherheit.“

Im Fokus des Intralogistik-Konzepts für das Logistikzentrum Tholey steht nach Unternehmensangaben ein hoher Automatisierungsgrad über alle Lagerbereiche und Prozesse hinweg. Psb plane und realisiere die Intralogistikanlagen am saarländischen Standort mit einer eng aufeinander abgestimmten Systemtechnik, Steuerung und IT-Organisation. Der Auftrag entspricht einer Investitionssumme von knapp 50 Millionen Euro. Die Fricke Gruppe investiert insgesamt 160 Millionen Euro in das neue Logistikzentrum. Geplant ist die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts und damit auch die erste operative Nutzung der Intralogistik-Anlagen im Januar 2026.

In der Endausbaustufe soll das zweite Logistikzentrum der Fricke Gruppe eine Nutzfläche von insgesamt 80.000 Quadratmetern aufweisen und ist damit von der logistischen Nutzfläche her vergleichbar mit dem aktuellen Ersatzteilzentrallager am Heeslinger Hauptsitz. Lagerkapazität und Bearbeitungsvolumen werden laut dem Ersatzteil-Handelsunternehmen am Standort Tholey aufgrund der hocheffizient gestalteten Anlagenplanung deutlich über dem Niveau von Heeslingen liegen.

Über die Fricke Gruppe

Die 1923 gegründete Fricke Gruppe ist im internationalen Handel mit Ersatzteilen, Landmaschinen, Nutzfahrzeugen und Gartentechnik in 27 Ländern an insgesamt 84 Standorten tätig. In der inhabergeführten Unternehmensgruppe mit Hauptsitz im niedersächsischen Heeslingen sind 3.500 Vollzeitmitarbeiter beschäftigt, davon 277 Auszubildende.