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Elektronische Gefahrgutdeklaration: Portal INFr8 bekommt Zuwachs

Als neue Mitglieder der Pilotgruppe wurden auf der transport logistic 2019 AaDC und KLEX Klaus Importverpackungen vorgestellt.

Die elektronische Gefahrgutdeklaration könnte bald nicht nur am Frankfurter Flughafen zum Einsatz kommen. (Foto: Fraport)
Die elektronische Gefahrgutdeklaration könnte bald nicht nur am Frankfurter Flughafen zum Einsatz kommen. (Foto: Fraport)
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Therese Meitinger

Der aktuelle Status und neue Pilotteilnehmer der Plattform „INFr8“ waren Thema einer Veranstaltung, die am 4. Juni 2019 im Rahmen der transport logistic 2019 /air cargo Europe stattfand. Als weltweit erster Air-Cargo-Standort bietet der Frankfurter Flughafen Versendern und Spediteuren digitalisierte Gefahrgutprozesse entlang der gesamten Supply Chain an, so die Anbieter. Bei INFr8 handelt es sich um ein Gemeinschaftsprodukt der Hamburger Dakosy Datenkommunikationssysteme AG und des Flughafenbetreibers Fraport AG.

Zurzeit wird die elektronische Gefahrgutdeklaration nach Unternehmensangaben am Frankfurter Flughafen getestet. Die für den Transport erforderliche Dangerous Goods Declaration (DGD) werde über das Versenderportal INFr8 digital erstellt und könne mit allen relevanten Stellen geteilt werden.

„Bei Gefahrguttransporten gab es bislang sehr lange Vorlaufzeiten und eine hohe Fehlerquote bei der papierbasierten Dokumentation. Etwa zehn Prozent aller Sendungen müssen aufgrund von Fehlern am Flughafen gestoppt werden. Darum haben wir uns an der Entwicklung von INFr8 beteiligt – um Prozesse zu beschleunigen, verlässlicher zu machen und Transparenz für alle Beteiligten zu schaffen“, sagt Bernhard Leßmann, Senior Manager CargoCity Development, Fraport AG.

Aufgrund des positiven Resümees der Pilotteilnehmer gewinne die Plattform stetig an Zuwachs, so die Projektpartner. Zur Pilotgruppe gehören bereits unterschiedliche Versender, Logistikdienstleister, Zolldeklaranten, Handlingagenten und die Airline Lufthansa Cargo. Als neueste Tester wurden die Kelsterbacher Gefahrgutberatung AaDC GmbH und die KLEX Klaus Exportverpackungen GmbH mit Hauptsitz in Norderstedt bekanntgegeben.

Die gesetzlich vorgeschriebene DGD wird nach Unternehmensangaben durch INFr8 digitalisiert und standardisiert. „Jeder Teilnehmer kann nun über eine Schnittstelle Gefahrgut auf der Plattform deklarieren und am Ende entsteht eine qualitätsgesicherte eDGD, die an die Airline oder den Handlingagenten übertragen werden kann. INFr8 ist nicht nur auf den Frankfurter Flughafen beschränkt, sondern international ausgerichtet“, erläutert Dirk Gladiator, Prokurist bei Dakosy. Das Unternehmen gab an, aktuell mit weiteren Flughäfen zum Einsatz des Versenderportals im Gespräch zu stehen.

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