Elektromobilität: Staplertechnik im Auto

Staplerspezialist Linde geht in neue Geschäftsbereiche.
Thilo Jörgl

Der Aschaffenburger Staplerhersteller Linde Material Handling GmbH will mit Komponenten aus Flurförderzeugen Geschäftsbereiche in der Elektromobilität erschließen. Vor Journalisten präsentierte das zur Wiesbadener Kion-Gruppe gehörende Unternehmen zwei Fahrzeuge, die mit Staplerteilen auf den Markt gekommen sind: Zum einen das Zwei-Wege-Elektro-Rangiergerät „Rotrac E 2“ der Rosenheimer Zwiehoff GmbH für das Rangieren von Eisenbahnwaggons. Zum anderen den auf einem Fiat 500 basierenden Kleinwagen „new500E powered by Linde Material Handling“ der Hamburger Karabag AG mit einer Reichweite von mehr als 100 km. Beide Fahrzeuge sind mit Elektromotoren, Umrichtern sowie Steuerungselektronik von Linde ausgestattet, die in ähnlicher Form auch in der neuen Elektro-Stapler-Generation „E 20“ bis „E 50“ eingesetzt werden. Bei der Überarbeitung des ursprünglichen Antriebskonzepts des new500E konnte laut Linde mithilfe der Verwendung von Antriebstechnik aus Aschaffenburg der Wirkungsgrad fast verdoppelt werden. 200 Autos will der Hamburger Hersteller bis Jahresende verkaufen. Linde kündigte an, weiter in den Bereich Elektromobilität zu investieren. Es gehe nicht darum, der Automobilindustrie Konkurrenz zu machen, betont die Firma. Vielmehr wolle man Erkenntnisse aus dem Technologietransfer nutzen, um Stapler weiter zu verbessern.

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