Elektromobilität: Kaufland kooperiert mit Einride bei DC-Ladepark in Möckmühl

Kaufland nimmt am Verteilzentrum Möckmühl einen Ladepark für acht eActros 300 von Daimler Truck samt elektrisch betriebenem Kühlauflieger in Betrieb. Die E-Lkw versorgen zehn Filialen im Raum Ludwigsburg.

Bei den eingesetzten Lkw handelt es sich um das Modell eActros 300 von Mercedes-Benz. Sie haben jeweils ein zulässiges Gesamtgewicht von 40 Tonnen und bieten 33 Europaletten-Stellplätze. (Bild: Kaufland)
Bei den eingesetzten Lkw handelt es sich um das Modell eActros 300 von Mercedes-Benz. Sie haben jeweils ein zulässiges Gesamtgewicht von 40 Tonnen und bieten 33 Europaletten-Stellplätze. (Bild: Kaufland)
Therese Meitinger
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Die Supermarktkette Kaufland startet ein Projekt zur Elektrifizierung ihrer Lkw-Flotte in Möckmühl. Im Rahmen dieses Projekts hat das Unternehmen laut einer Pressemitteilung vom 7. Dezember seinen ersten Ladepark eröffnet, der acht Ladestationen umfasst. Jede dieser Stationen bietet demnach eine separate Spur für E-Sattelzugmaschinen inklusive elektrisch betriebenem Kühlauflieger. Dieses Vorhaben zähle zu den größten seiner Art in Deutschland, heißt es.

DC-Ladetechnologie erlaubt schnelles Aufladen

Die Ladestationen des Parks sind Unternehmensangaben zufolge mit DC-Ladetechnologie ausgestattet und ermöglichen mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt ein schnelles Aufladen der Fahrzeuge. In einer Partnerschaft mit Einride, einem Spezialisten für intelligente, digitale, elektrische und autonome Transportlösungen, setzt Kaufland schwere Elektro-Lkw ein, um seine Filialen zu beliefern. In der ersten Phase dieser Partnerschaft sollen acht elektrische 40-Tonner zum Einsatz kommen, die vom Verteilzentrum in Möckmühl aus insgesamt zehn Filialen im Raum Ludwigsburg versorgen.

„Durch die Kooperation mit Einride und dem Ladepark in Möckmühl sind wir in der Lage, unseren CO2-Ausstoß bei der Filialbelieferung künftig stark zu reduzieren. Die E-Lkw sind zudem sehr leise, was vor allem für Filialen in der Innenstadt und Wohngebieten ein enormer Vorteil ist. Mit der Neuausrichtung werden wir unserer ökonomischen, aber vor allem auch unserer ökologischen Verantwortung gerecht“, so Alexander Frohmann, Geschäftsführer Transportlogistik International bei Kaufland.           

20.000 Paletten emissionsfrei transportieren

Die eingesetzten Fahrzeuge sind Kaufland zufolge vom Modell „eActros 300“ von Mercedes-Benz, mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 40 Tonnen und einer Kapazität für 33 Europaletten. Neben den elektrischen Lastwagen werden ebenfalls vollständig elektrische Kühlauflieger verwendet. Durch diese Umstellung werden nach Unternehmensangaben monatlich über 20.000 Paletten emissionsfrei transportiert, was ein jährliches CO2-Einsparpotenzial von rund 900 Tonnen bedeutet.

„Kaufland spielt eine wegweisende Rolle als erfolgreiches internationales Handelsunternehmen, das sich seit Jahren ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele setzt und diese konsequent und mit Innovationsgeist verfolgt. Wir sind daher stolz darauf, Partner dieser Transformation zu sein und freuen uns darauf, langfristig einen bedeutenden gemeinsamen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und zur Schaffung einer nachhaltigen und intelligenten Lieferkette zu leisten”, sagt Robert Ziegler, General Manager EMEA bei Einride.

Der E-Ladepark wurde am 6. Dezember im Rahmen einer Dialogveranstaltung mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft eröffnet. Unter anderem schaute sich Elke Zimmer, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, den neuen Ladepark vor Ort an und sagte im Anschluss:

„Um die Klimaschutzziele des Landes zu erreichen, ist eine Transformation hin zu klimaneutralem Gütertransport unabdingbar. Wir wollen erreichen, dass bis 2030 jede zweite Tonne im Güterverkehr klimaneutral transportiert wird. Dafür ist der Aufbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw ein wichtiger Baustein. Dass Unternehmen hier Verantwortung übernehmen und sich zum Wandel bekennen, markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft.“ 

Die Einführungsphase des Projekts ist von Ende 2023 bis Mitte 2024 angesetzt. Nach Abschluss dieser Phase will Kaufland die Ergebnisse prüfen und über eine mögliche Ausweitung der Partnerschaft mit Einride entscheiden.