Elektromobilität: BMWI bringt Fördertopf für Elektro-Nutzfahrzeuge

Der Förderaufruf richtet sich vor allem an KMU und Handwerksbetriebe.

50 Millionen Euro stellt das BMVI für Förderung von E-Nutzfahrzeugen zur Verfügung. (Foto: Petair / Fotolia)
50 Millionen Euro stellt das BMVI für Förderung von E-Nutzfahrzeugen zur Verfügung. (Foto: Petair / Fotolia)
Therese Meitinger

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat laut einer Mitteilung vom August im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität einen fünften Fördertopf zur Beschaffung von Elektro-Nutzfahrzeugen und betriebsnotwendiger Infrastruktur zugänglich gemacht. Dieser richtet sich nach Ministeriumsangaben gezielt an KMU sowie Handwerksunternehmen und handwerksähnliche Firmen, die zeitnah ihre konventionelle Fahrzeugflotte auf batterie-elektrische Fahrzeuge umstellen wollen und dabei aufgrund bereits vorhandener oder kurz- bis mittelfristig geplanter weiterer Elektrofahrzeuge auch maßgebliche Investitionen in Ladeinfrastruktur vor Ort tätigen. Auch Transport- und Logistikdienstleister sind betroffen.

Insgesamt will das BMVI dabei ein Volumen von 50 Millionen Euro ausschütten. Gefördert werden demnach Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 3,5 Tonnen. Die maximale Förderung pro Unternehmen beläuft sich auf zehn Millionen Euro. Dabei seien Förderquoten von bis zu 40 Prozent zulässig, hieß es vonseiten der Programmgesellschaft NOW GmbH. Für mittlere und kleine Unternehmen könne ein zusätzlicher Bonus von zehn beziehungsweise 20 Prozent zur Förderquote gewährt werden.

Vergabe im Windhundverfahren

Der Aufruf versteht sich als Anfang für eine Reihe weiterer Aufrufe im Rahmen der neuen Richtlinie über die Förderung von leichten und schweren Nutzfahrzeugen mit alternativen und klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur.

Für den aktuellen Förderaufruf zur Förderung von Elektro-Nutzfahrzeugen für Handwerksunternehmen und KMU gilt dem Ministerium zufolge das so genannte Windhundverfahren. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt in der Reihenfolge des Einganges förderfähiger, vollständiger und fristgerecht eingereichter Anträge – bis zum vollständigen Verbrauch der zur Verfügung stehenden Fördermittel. Der Förderaufruf endet am 14. September 2020.

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