EffizienzCluster: Drei Preise vergeben

Green Logistics, smaRTI und Prof. Dr. Matthias Klumpp ausgezeichnet.
Fünf Jahre Logistikforschung: Der EffizienzCluster vergab bei seiner Jubiläumsfeier drei Awards. Foto: EffizienzCluster
Fünf Jahre Logistikforschung: Der EffizienzCluster vergab bei seiner Jubiläumsfeier drei Awards. Foto: EffizienzCluster
Thilo Jörgl

Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens hat der EffizienzCluster Logistik e.V. am 20. Mai in Essen drei Preise verliehen. In der Kategorie „Grundlagen“ bekam das Forschungsprojekt Green Logistics für die standardisierten Berechnungen des Carbon Footprints einen Preis. Lufthansa Cargo wurde in der Kategorie „Verwertung“ für ein innovatives Tracking-Tool ausgezeichnet, dessen Idee bei der Entwicklung der intelligenten Luftfrachtpalette im Projekt smaRTI entstanden war. Der dritte Preis ging an Prof. Dr. Matthias Klumpp von der FOM Hochschule Essen in der Kategorie „Wissenschaftliches Netzwerk“. Die Auszeichnung lobte der EffizienzCluster Logistik e. V. aus, in dem die Unternehmen aus dem EffizienzCluster LogistikRuhr vernetzt sind.

100 valide Ergebnisse

Die rund 200 Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft feierten jedoch nicht nur die Preisträger, sondern auch das fünfjährige Bestehen des Clusters. Ende Mai werden die letzten neun von insgesamt 30 Forschungsprojekten aus dem Spitzenclusterwettbewerb abgeschlossen. Dr. Christian Jacobi, Geschäftsführungschef der EffizienzCluster Management (ECM) GmbH, betonte gegenüber den Gästen auf der Zeche Zollverein, dass die Wirtschaft nun aufgerufen sei, das Potenzial der Forschungsergebnisse für mehr Effizienz in der Logistik zu nutzen. „Das hier ist kein Abschluss, nur ein Jubiläum“, so Jacobi. Der ECM-Lenker verwies zudem auf den Erfolg des Clusters. 2010 waren 120 Firmen und elf Forschungseinrichtungen mit an Bord. Heute seien mehr als 170 Unternehmen und 28 wissenschaftliche Einrichtungen im Cluster aktiv. Aus den Projekten liegen Jacobi zufolge mehr als 100 valide Forschungsergebnisse vor.

Europäische Ebene

ECM-Geschäftsführer Thorsten Hülsmann betonte, dass der Cluster weiterhin neue Forschungsprojekte anstoßen werde. Zudem sei es wichtig, dass die Logistikforschung auf europäische Ebene gehoben und europaweit Standards geschaffen werden müssen. Die „Väter“ des Clusters, Prof. Dr. Michael ten Hompel, Chef des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik, sowie Erich Staake, Lenker der Duisburger Hafen AG, wiesen darauf hin, dass die Logistik in der Bevölkerung heute anders als vor fünf Jahren wahrgenommen werde. „Diesen Wandel hat der Cluster wesentlich gefördert“, so ten Hompel.

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema lesen Sie im Juni-Heft von LOGISTIKHEUTE.

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