Edeka-Logistikzentrum Freienbrink: Nach Anschlag Notstromversorgung erweitert

(dpa/bb) Der Lebensmittelhändler Edeka hat die Belieferung mit frischer Ware nach dem Anschlag auf die Stromversorgung des Tesla-Werks in Grünheide einschränken müssen. Die Notstromversorgung im Edeka-Logistikzentrum Freienbrink nun erneut ausgebaut worden.

Eine Kundeninformation hängt in einem Schöneberger Edeka-Markt nach einem Brandanschlag auf einen Hochspannungsmast nahe der Tesla-Autofabrik neben einem weitgehend leeren Gemüse- und Obstregal. Aufgrund des Stromausfalls, welcher auch einen Edeka-Lagerstandort in Freienbrink betrifft, kam es zu Einschränkungen in der Warenverfügbarkeit. (Foto: Christoph Soeder/dpa)
Eine Kundeninformation hängt in einem Schöneberger Edeka-Markt nach einem Brandanschlag auf einen Hochspannungsmast nahe der Tesla-Autofabrik neben einem weitgehend leeren Gemüse- und Obstregal. Aufgrund des Stromausfalls, welcher auch einen Edeka-Lagerstandort in Freienbrink betrifft, kam es zu Einschränkungen in der Warenverfügbarkeit. (Foto: Christoph Soeder/dpa)
Matthias Pieringer

Die Handelskette Edeka will die Regale in Märkten in Berlin und Brandenburg trotz einer unterbrochenen Stromleitung zum Logistikzentrum Freienbrink möglichst bald wieder füllen. „Vereinzelt kann es weiter zu Verzögerungen in der Belieferung der Märkte kommen“, teilte ein Unternehmenssprecher der Edeka Minden-Hannover Stiftung am Freitag auf Anfrage mit. „Eine ausreichende Versorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs ist in den Märkten aber sichergestellt.“ Die Stromversorgung des Logistikzentrums ist infolge eines Anschlags gegen den Autobauer Tesla unterbrochen. 

Der Anschluss an das öffentliche Stromnetz sei noch nicht wiederhergestellt, sagte der Edeka-Sprecher. Aktuelle Prognosen gingen von einem Anschluss Ende nächster Woche aus. Eine stabile Stromversorgung sei durch den Einsatz von inzwischen zwölf Notstromaggregaten in dem Verteilzentrum sichergestellt, alle Bereiche seien wieder arbeitsfähig.

Unbekannte Täter hatten am Dienstag auf einem Feld Feuer an einem Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide zuständig ist. Die Produktion des Autobauers wurde vorerst gestoppt. Tesla rechnet wie Edeka noch mit einem Ausfall bis Ende nächster Woche. Eine linksextreme Gruppe hatte erklärt, sie sei für den Anschlag verantwortlich.

Der Angriff hatte auch Folgen für das Verteilzentrum: Die Belieferung der Märkte in Berlin und Brandenburg mit frischer Ware war deutlich eingeschränkt, es gab teils leere Regale. Edeka leitete die Lieferströme um. Am Donnerstag rollte der Lieferverkehr aus Freienbrink wieder an. Unter normalen Umständen beliefert die Handelskette aus dem Logistikzentrum, das in der Gemeinde Grünheide in Ostbrandenburg liegt, rund 500 Märkte in Berlin und Brandenburg. Etwa 100 Lastwagen stehen demnach für die Lieferung von Obst und Gemüse sowie Milchprodukten, Feinkost, Fleisch und Tiefkühlwaren zur Verfügung.