E-Mobilität: Deutsche Post zieht StreetScooter-Fertigung den Stecker

Postchef Frank Appel: „Wir haben immer gesagt, dass wir kein Autohersteller sein wollen.“

Nach einer Entscheidung von Deutsche Post DHL Group wird StreetScooter in einen Bestandsflottenbetreiber umgewandelt. (Foto: Deutsche Post)
Nach einer Entscheidung von Deutsche Post DHL Group wird StreetScooter in einen Bestandsflottenbetreiber umgewandelt. (Foto: Deutsche Post)
Matthias Pieringer

Die Deutsche Post DHL Group hat sich entschlossen, „die Sondierungen für eine Partnerschaft zu den StreetScooter-Aktivitäten nicht aktiv weiter zu verfolgen.“ Dies teilte der Logistikdienstleister am 28. Februar in Bonn mit. Deutsche Post DHL Group werde sich nun auf den Betrieb der aktuellen StreetScooter-Bestandsflotte konzentrieren, hieß es in einer Meldung zu den Geschäftszahlen des Konzerns.

Medienberichten zufolge wird sich die Auslieferung von bereits bestellten Fahrzeugen voraussichtlich noch bis 2021 hinziehen.

Ziel der „Null-Emissionen-Logistik bis 2050“ bleibt

„Dank StreetScooter haben wir eine der größten elektrisch betriebenen Lieferflotten der Welt und bedeutende Impulse in Sachen Elektromobilität gesetzt“, sagte Postchef Frank Appel. „Wir haben immer gesagt, dass wir kein Autohersteller sein wollen. Eine weitere Skalierung ohne den richtigen Partner entspricht nicht unserer langfristigen strategischen Zielsetzung. Die Umstellung unserer Flotte auf E-Mobilität werden wir unabhängig von der heutigen Entscheidung weiter entschieden vorantreiben“, so Appel. „Wir stehen zu unserer Mission 2050, das heißt Null-Emissionen-Logistik bis 2050.“

Grundsätzlich sei E-Mobilität, wie das Unternehmen weiter mitteilte, nur ein Hebel von vielen, um das Geschäft effizienter und damit nachhaltiger zu gestalten. Deshalb beschäftige man sich intensiv mit unterschiedlichen Hebeln wie zum Beispiel der Mitwirkung bei der Herstellung von alternativen Kraftstoffen, der Optimierung von Routen und der Energieeffizienz in den Gebäuden.

Mit der Umwandlung von StreetScooter in einen Bestandsflottenbetreiber ist nach Konzernangaben im laufenden Jahr mit einmaligen Anpassungsaufwendungen zwischen 300 bis 400 Millionen Euro zu rechnen.

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