E-Mobilität: Contargo testet Schnellladestation für E-Lkw

Der Ladevorgang an der Schnellladestation in Neuss beträgt den Angaben zufolge für E-Lkw lediglich zweieinhalb Stunden.

Die E-Lkw bei Contargo Neuss können jetzt auch zwischendurch geladen werden (Foto: Contargo)
Die E-Lkw bei Contargo Neuss können jetzt auch zwischendurch geladen werden (Foto: Contargo)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Terminalbetreiber Contargo baut seine Infrastruktur im Bereich der E-Mobilität aus und eröffnet in Neuss eine Schnellladestation für E-Lkw, so eine Pressemitteilung vom 17. November. Die beiden vollelektrischen Sattelzugmaschinen am Contargo-Terminal in Neuss können demnach ab sofort an einer Schnellladestation Strom tanken. An der „Zapfsäule“ stehen dafür den Angaben zufolge 150 Kilowatt bereit. Zwischenladen sei damit zügig möglich, teilt das Unternehmen mit. Damit setze man den Test verschiedener Techniken im Bereich der E-Mobilität fort, sagt Volker Boveland, Geschäftsführer Contargo Neuss:

„Contargo plant die komplette Abkehr von der Nutzung kohlenstoffhaltiger Energieträger bis 2050. Auf welchem Weg wir die Dekarbonisierung erreichen können, ist noch nicht klar. Im Augenblick richten wir unser Hauptaugenmerk auf die E-Mobilität. Darum testen wir hier in Neuss ab sofort eine Schnellladestation für unsere zwei vollelektrischen 44-Tonner.“

Contargo Neuss nutzt nach Eigenangaben am Terminal in Neuss zwei 550 Kilowatt / 748 PS starke Sattelzugmaschinen vom Typ EF18 SZM. Die Fahrzeuge, die E-Force One baut, eignen sich dem Unternehmen zufolge für den Containertransport im Nahverkehr. Die beiden baugleichen Fahrzeuge haben eine Batterie mit einer Kapazität von 340 Kilowattstunden. Damit soll eine Reichweite von mindestens 200 Kilometern möglich sein. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Contargo 87 km/h an.

Die Batterien werden den Angaben zufolge mit der neuen 150 Kilowatt starken Ladesäule mit bis zu 800 Volt Gleichstrom geladen. Mit dieser Ladetechnik brauche, so die Mitteilung, der komplette Ladevorgang nur etwa zweieinhalb Stunden.

„Unsere Kollegen am Duisburg Intermodal Terminal testen seit Mai 2019 zwei E-Lkw eines anderen Herstellers, die über Nacht mit kleinen mobilen Ladesäulen (25 kW) geladen werden“, ergänzt Kristin Kahl, Sustainable Solutions.

So sei es möglich, die verschiedenen Technologien kennenzulernen und zu vergleichen.

„Damit finden wir die passendste Lösung für Contargo und tragen gleichzeitig zur Weiterentwicklung dieser Technologien bei.“

Seit Contargo im Januar 2020 an allen deutschen Terminals auf Ökostrom umgestiegen ist, seien die Emissionen der E-Lkw noch weiter gesunken, gibt das Unternehmen an. Neben E-Lkw erprobt Contargo als Testpartner auch einen Oberleitungs-Hybrid-Lkw in Hessen.

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