E-Mobilität: BASF kooperiert zu Recycling von Li-Ionen-Batterien

Die Europäische Union steuert Förderungsmittel zum Gemeinschaftsprojekt ReLieVe bei.

BASF bringt in die Kooperation seine Expertise in der Herstellung von Kathodenmaterialien ein. (Foto: BASF)
BASF bringt in die Kooperation seine Expertise in der Herstellung von Kathodenmaterialien ein. (Foto: BASF)
Therese Meitinger

Das französische Metallurgie-Unternehmen Eramet, der Chemiekonzern BASF und der französische Abfallwirtschaftsriese SUEZ arbeiten gemeinsam an dem Projekt „Recycling von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge“ (ReLieVe). Das haben die beteiligten Unternehmen am 11. September bekannt gegeben. EIT Raw Materials, ein von der EU initiiertes und gefördertes Konsortium, und die drei Projektmitglieder planen ReLieVe mit 4,7 Millionen Euro zu fördern. Ziel sei es, ein geschlossenes Kreislaufsystem zu entwickeln, um Lithium-Ionen-Batterien aus Elektrofahrzeugen zu recyceln und die Produktion neuer Lithium-Ionen-Batterien in Europa zu ermöglichen.

Das Projekt ReLieVe soll laut einer Pressemitteilung im Januar 2020 an den Start gehen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wollen die beteiligten Unternehmen an der großtechnischen Entwicklung dieses innovativen Verfahrens arbeiten. Dies umfasst laut Eigenangaben auch die Gestaltung eines integrierten Industriesektors, von der Sammlung von Altbatterien bis zur Herstellung neuer Elektrodenmaterialien.

Schützenhilfe von der Automobilindustrie

In der Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette verfolge man einen integrierten Ansatz, so die Kooperationspartner. SUEZ bringe seine Expertise zur Sammlung und Demontage von Altbatterien ein, Eramet hingegen werde für die Entwicklung und Realisierung des Recyclingverfahrens sein und BASF für die Herstellung von Kathodenmaterialien. Wissenschaftler der Chimie ParisTech und der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technik (NTNU) sollen die Mitglieder bei der Entwicklung von innovativen Lösungen begleiten. Die Projektmitglieder werden nach Eigenangaben auch von der Automobilindustrie unterstützt, die im Beirat vertreten sein wird.

Von der Entwicklung neuer Kapazitäten für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien in Europa versprechen sich die Projektpartner eine Möglichkeit, auf das starke Wachstum dieses Marktes in den kommenden Jahren zu reagieren. Gleichzeitig soll sie dazu beitragen, die europäische Rohstoffversorgung für den Energiewandel zu sichern. Die mit dem Recyclingprozess erreichte Rohstoffeinsparung verstehe man als Beitrag zur Nachhaltigkeit.

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