E-Commerce: So bleiben Händler auf Wachstumskurs

Was E-Shop-Betreiber in Zeiten von Umsatzrückgang und wachsenden Kundenansprüchen tun können, um guten Service zu bieten, weiß der Dienstleister Sendcloud.

Der Dienstleister Sendcloud ist der Frage nachgegangen, wie Händler trotz Rezession auf Wachstumskurs bleiben und die Wünsche ihrer Kunden erfüllen können. (Symbolbild: Oliver Le Moal/Adobe Stock)
Der Dienstleister Sendcloud ist der Frage nachgegangen, wie Händler trotz Rezession auf Wachstumskurs bleiben und die Wünsche ihrer Kunden erfüllen können. (Symbolbild: Oliver Le Moal/Adobe Stock)
Sandra Lehmann

Mit dem Ansteigen der Inflation steht der Onlinehandel vor einer schwierigen Herausforderung – im zweiten Quartal 2022 ging das E-Commerce-Wachstum in Deutschland laut einer Erhebung des Anbieters Salesforce bereits um 24 Prozent zurück. Während Händler bereits versuchen, sich auf die derzeitige wirtschaftliche Unsicherheit einzustellen, wächst gleichzeitig die Erwartungshaltung auf Kundenseite. So geben 65 Prozent der europäischen Verbraucher im Sendcloud E-Commerce Delivery Compass an, dass flexible Lieferzeiten für sie beim Online-Einkauf besonders wichtig sind. Händler sollten deshalb die Faktoren ihrer Lieferprozesse, die ihren Umsatz beeinflussen, genau kennen. Auch weitere Zahlen aus der Untersuchung bestätigt die steigenden Anforderungen: So möchten 61 Prozent der Kunden gerne den genauen Tag ihrer Lieferungen individuell auswählen und weitere 68 Prozent würden am liebsten sogar noch einen genauen Zeitrahmen für ihre Lieferung bestimmen. Und immerhin sechs von zehn Verbrauchern (51 Prozent) möchten darüber hinaus bei Bedarf auch die Zustellzeit ändern können, selbst wenn das Paket schon längst unterwegs ist.

Diese gewünschte Flexibilität scheint vor allem auf dem Wunsch nach mehr Komfort zu basieren. Verbraucher möchten Sendcloud zufolge heutzutage einfach selbst entscheiden, wo, wann und wie sie eine Bestellung erhalten möchten. Damit steigt der Bedarf an Premium-Versandoptionen, mit denen sich Pakete zu den von Verbrauchern gewünschten Zeitpunkten liefern lassen. Gerade deutsche Online-Shopper entscheiden sich neben der Standardzustellung (66 Prozent) immer öfter auch für die Zustellung am Wunschtag (35 Prozent) oder am Wochenende (19 Prozent).

Erwartungen erfüllen, Kosten sparen

Wollen Händler in Zeiten einer drohenden Rezession trotzdem noch auf Wachstumskurs bleiben, müssen sie ihren Kunden einen wirklich optimalen Versand anbieten. Nicht jede Methode für flexible Lieferungen passt allerdings für jeden Händler. Daher könnte eine Multi-Carrier-Strategie dazu beitragen, nicht nur alle Kundenerwartungen zu erfüllen, sondern zugleich auch Kosten zu sparen:

1. Die beste Versandlösung für jedes Paket – mit dem richtigen Überblick

War es früher üblich, mit nur einem einzigen Speditionspartner eine auf das eigene Paketvolumen angepasste Preisvereinbarung auszuhandeln, entscheiden sich Händler heute zunehmend dafür, ihren Versand auf verschiedene Dienstleister zu verteilen. Ein datengesteuerter Ansatz hilft dabei, die jeweils schnellste und günstigste Versandoption zu finden und die Preispläne mehrerer Speditionen auf Grundlage von Gewicht, Herkunft, Ziel und Geschwindigkeit für optimierter Versandkosten zu kombinieren. Unternehmen mit einem genauen Überblick über alle Leistungen möglicher Versandpartner sind zudem auch in einer besseren Position, um neue Tarife auszuhandeln.

2. Mit maßgeschneiderten Zustellungsoptionen unterschiedliche Kundenerwartungen erfüllen

Käufer wollen bei der Lieferung von Paketen die Auswahl haben. Dafür sind sie sogar bereit, für Premium-Versandoptionen wie Zustellung am selben Tag oder nachhaltige Lieferungen eine Extra-Gebühr zu zahlen. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, sollten Unternehmen auf eine Multi-Carrier-Strategie setzen. Nur so können sie die unterschiedlichen Versandoptionen und -zeiten, die ihre Kunden von ihnen erwarten, auch zuverlässig einhalten und so ihre Conversion-Rate erhöhen – denn eine größere Auswahl an Zustelloptionen begünstigt den Abschluss eines Kaufvorgangs.

3. Resilienz im Versand durch Flexibilität

Mit Blick auf den Arbeitskräftemangel in der Logistikbranche steigt das Risiko, dass Pakete heute viel zu spät oder im schlimmsten Fall auch gar nicht beim Besteller ankommen. Das kann Kunden vertreiben. Verteilen Händler ihr Paketvolumen gleich auf mehrere Spediteure, können sie bei Verspätungen oder lokaler Überlastung eines Anbieters problemlos von Spediteur A zu B wechseln. So können sie sicherstellen, ihre Lieferzusagen einzuhalten.

4. Automatisierte Rechnungsstellung reduziert Versandkostenfehler

Fehlerhafte Versandrechnungen bedeuten Zusatzkosten. Vor allem im Hinblick auf neue Treibstoffzuschläge infolge der Energiekrise und steigende Versandkosten ist es ratsam, alle Änderungen bei den Geschäftsbedingungen von Spediteuren jederzeit genau im Blick zu behalten. Händler sollten alle Versandkosten – einschließlich der Zuschläge – idealerweise im Voraus berechnen, um Überzahlungen und daraus folgende Rückerstattungen möglichst zu vermeiden. Durch die Nutzung digitaler Versandplattformen können E-Tailer nicht nur die Erstellung von Lieferetiketten komplett automatisieren, sondern auch Fehler bei der Berechnung von Lieferkosten auf ein Minimum reduzieren und ihre Versandkosten so optimieren.

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