E-Commerce: Plattform soll Warenmanagement erleichtern

Retourenspezialist BuyBay setzt auf die Auktionierung von Warenüberhängen.

Mit dem Erfolg des E-Commerce steigt weltweit auch die Zahl der Retouren. (Foto: Fotolia / Dashadima)
Mit dem Erfolg des E-Commerce steigt weltweit auch die Zahl der Retouren. (Foto: Fotolia / Dashadima)
Therese Meitinger

Wohin mit Retouren oder Warenüberhängen? Wenn der Abverkauf nicht wie geplant läuft beziehungsweise laufen kann, sind die Warenlager vieler Händler voll, während gleichzeitig eingeplante Profite fehlen. Das kann auch für Logistikdienstleister zum Problem werden. Die im Dezember auf dem deutschen Markt lancierte Plattform „Beluga Auctions“ des niederländischen Retourenspezialisten BuyBay hat sich auf die Fahnen geschrieben, Händler dabei zu unterstützen, Restposten und Warenüberhänge innerhalb von zwei Wochen mittels Auktionen profitabler weiterzuverkaufen als über traditionelle Kanäle.

Bisher sei die Liquidierung von Restposten und Warenüberhängen für die meisten Händler ein großes Verlustgeschäft, argumentiert der Anbieter. Beluga setzt zum Abverkauf von Retouren nun auf ein KI-unterstütztes Auktionsmodell. Das funktioniert nach Anbieterangaben folgendermaßen:

1.          Der Händler teilt mit, welche Artikel er liquidieren möchte. Dabei gibt er sowohl den Mindestverkaufspreis als auch seiner Anforderungen zu Themen wie Marken- und Länderbeschränkungen für den Wiederverkauf an.

2.          Die KI-Software der Plattform bereitet dann die optimale Auktion vor, um den Gewinn für den Verkauf zu maximieren und listet die Artikel online.

3.          Beluga greift dabei auch auf das Netzwerk von BuyBay mit mehr als 300 europäischen Großabnehmern zu. Jeder von ihnen wurde als zuverlässiger Partner für den Wiederverkauf überprüft.

4.          Sobald die Waren verkauft wurden, arrangiert BuyBay den Versand für den Händler. Im Schnitt wird der Verkauf innerhalb von zwei Wochen abgewickelt.

Wiederverkäufer wurden validiert

Alle Wiederverkäufer auf der Plattform wurden dem Unternehmen zufolge von BuyBay überprüft. Sie müssten als eingetragene Unternehmen in der EU oder ausgewählten europäischen Ländern außerhalb der EU registriert und mindestens seit drei Jahre erfolgreich tätig sein, heißt es. Die Käufer seien vertraglich verpflichtet, alle Vorgaben der Händler und Hersteller zu Markenrichtlinien einzuhalten. Die Käufer werden laut BuyBay durchgehend hinsichtlich ihrer Qualität überwacht. Käufer, die gegen Markenvereinbarungen verstoßen, werden sofort auf die schwarze Liste gesetzt, und rechtliche Schritte sind bei Bedarf möglich.

BuyBay nennt als Vorteil auch die Geschwindigkeit der Warenliquidierung:

„Da die Verkäufe innerhalb von zwei Wochen abgewickelt werden, können Händler ihre Waren nicht nur mit mehr Profit, sondern auch sehr schnell liquidieren, wenn es finanzielle Engpässe gibt“, erläutert BuyBay Deutschland COO Oliver Lauterwein.

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