E-Commerce: Jede zweite Hose geht zurück

Hohe Retourenquoten schmälern Gewinne von Internethändlern.
Thilo Jörgl

Etwa ein Drittel aller Waren, die über das Internet erworben werden, gehen wieder an den Absender zurück. So lautet das für Onlinehändler bittere Ergebnis einer Online-Umfrage zum Thema „Produktinformation als Umsatztreiber im Online-Shop“ des Hamburger E-Business-Spezialisten Novomind. Im Modebereich landen Pakete besonders häufig wieder beim Versender im Lager. Etwa jeder zweite Kunde schickt Hosen, Hemden & Co. zurück, weil die Waren nicht passen oder sie ihm nicht gefallen. Zudem zählen Möbel und Einrichtungsgegenstände zu den Produkten mit hoher Rücksendewahrscheinlichkeit. Jeder fünfte Onlinekäufer berichtet, Wohnartikel wieder abholen zu lassen.

Bei den Gründen, warum die Pakete wieder zurückgeschickt werden, gibt jeder zehnte Befragte an, dass die Bilder und Beschreibungen im Shop falsche Erwartungen weckten. Für Internethändler, die gerade in der Vorweihnachtszeit viel verkaufen, ist die Situation doppelt bitter. Zum einen verlieren sie durch Retouren Käufer, zum anderen verursachen sie vor allem wegen der Logistik enorme Kosten.

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