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E-Commerce: Haupttrend Internationalisierung

Laut Hermes-Umfrage sind Versandkosten und Zollgebühren die größten Hürden für Versandhändler.
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Redaktion (allg.)

Internationalisierung ist derzeit der stärkste Trend im E-Commerce: 47 Prozent der deutschen Webshopbetreiber geben an, dass der internationale Versandhandel zunimmt. Das geht aus einer Online-Umfrage der Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH hervor. Von Mitte Mai bis Mitte Juni dieses Jahres befragte der Hamburger Logistikdienstleister 104 Versandhändler in Deutschland.

Nur elf Prozent der Befragten sind demnach der Meinung, dass das internationale Wachstum auf die neue EU-Verbraucherrechterichtlinie (VRRL) zurückzuführen ist. Hierzulande seit dem 13. Juni 2014 in Kraft, soll sie den europäischen Markt weiter harmonisieren und den grenzüberschreitenden Handel fördern. Mehr als jeder vierte Versandhändler glaubt jedoch, dass die VRRL den internationalen Versandhandel nicht begünstigen wird, geht aus der Umfrage hervor.

79 Prozent der Befragten haben in den vergangenen zwölf Monaten Waren ins Ausland versendet. Am häufigsten beliefert wurden Empfänger in Österreich (87 Prozent), in der Schweiz (41 Prozent) sowie in Frankreich (28 Prozent). Bezogen auf das gesamte Versandvolumen ist die Menge internationaler Sendungen jedoch noch sehr gering. Bei 48 Prozent der Befragten lag der Auslandsanteil in den letzten zwölf Monaten maximal bei zehn Prozent der Gesamtmenge. Allerdings planen 40 Prozent der befragten Versandhändler, ihr grenzüberschreitendes Geschäft weiter auszubauen. 25 Prozent sind dagegen noch unentschieden, weitere Schritte zu unternehmen.

Die größte Hürde für einen Start ins Auslandsgeschäft sind für 71 Prozent der befragten Händler die Versandkosten, gefolgt von Zollgebühren, die beim Versand in Nicht-EU-Mitgliedsstaaten anfallen (42 Prozent). Auf Rang 3 wurden mit jeweils rund 27 Prozent gleich zwei potenzielle Hindernisse gewählt: Einerseits erscheint vielen Händlern das Retourenhandling beim internationalen Versand zu komplex. Andererseits fürchten Shopbetreiber länderspezifische Besonderheiten, etwa bei Versand und Bezahlung.

Laut Hermes ist die Zustellung gegen Unterschrift für 54 Prozent der befragten Versandhändler die wichtigste logistische Serviceleistung. Seit dem 1. Januar 2014 muss die Zustellung der Ware auch bei Lieferungen ins EU-Ausland durch den Empfänger bescheinigt werden. Die Durchführung mehrerer Zustellversuche (50 Prozent) sowie ein lückenloses, grenzüberschreitendes Track & Trace (46 Prozent) wurden von den Shopbetreibern auf die Plätze 2 und 3 gewählt.

(akw)
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